Forschungsbereich: Wandel und Management von Landschaften und
Forschungsbereich: Monitoring der Siedlungs- und Freiraumentwicklung

Weiter - ÖSL

Weiterentwicklung des bundesweiten lndikatorensatzes für Ökosystemleistungen - Teilvorhaben a) und c)

Quelle: IÖR / Karsten Grunewald
collage mit 4 Abbildungen: 1. Buch-Cover Ökosystemdienstleistungen, 2. Foto eines Wassergrabens auf einem Acker, 3. Fot Mann auf einer Bank vor einem See und 4. Karte

Problemstellung
Die Mitgliedstaaten der EU verpflichteten sich im Jahr 2011, Zustand und Leistungen ihrer Ökosysteme zu erfassen und die Ergebnisse bis 2020 in europäische und nationale Berichtssysteme zu integrieren (EU 2011; Ziel 2, Maßnahme 5). Die landesweite Kartierung und Bewertung folgt dabei den grundsätzlichen Empfehlungen der europäischen MAES-Arbeitsgruppe ("Mapping and Assessment of Ecosystems and their Services"). Dabei werden Aspekte der Biodiversität als Grundlage für funktionierende Ökosysteme und das Angebot von Ökosystemleistungen (ÖSL), aber auch die Verbindungen zum menschlichen Wohlbefinden betont (Maes et al. 2013).

Ziele

  • ­Analyse und dadurch ein besseres Verständnis der Entwicklung der Fläche verschiedener Ökosysteme in Deutschland;
  • Weiterentwicklung vorhandener Indikatoren für den Zustand und die Leistungen der Ökosysteme in Deutschland;
  • Ergänzung bzw. Auffüllung von Lücken aufgrund zwischenzeitlich neu verfügbarer Daten.

Schwerpunkte des Vorhabens

Arbeitspaket (AP) 1: Analyse der Entwicklung der Fläche verschiedener Ökosysteme in Deutschland
Die Ökosystemkartierung (Ecosystem Mapping) ist der erste Schritt bei der Implementierung von Ziel 2 der EU-Biodiversitätsstrategie 2020. Diese Grundlage ist propädeutisch für die Bewertung der Ökosystemzustände und -leistungen (AP 2 und AP 3).

Arbeitspaket 2: Erfassung von Ökosystem-Zustandsindikatoren
Es wird ein schlanker, effizienter und politikrelevanter Ansatz für eine bundesweite Erfassung und Bewertung der Ökosysteme und ihrer Zustände angestrebt. Dies bedeutet - in Abstimmung mit BfN und weiteren Experten - die Konzentration auf eine geringere Anzahl von Indikatoren, die die wichtigsten Aspekte der Ökosystemzustände beschreiben und in Zukunft regelmäßig aktualisiert werden können. Diese Indikatoren müssen zusätzliche Hintergrundinformationen und Daten zu Treibern, Belastungen und dem Zustand von Ökosystemen einbeziehen, um das richtige Verständnis und ihre fundierte Interpretation zur Beschreibung des aktuellen Zustands und der zukünftigen Entwicklung der Ökosysteme zu ermöglichen.

Arbeitspaket 3: Weiterentwicklung von ÖSL-Indikatoren
Entsprechend den Anforderungen der EU-Biodiversitätsstrategie 2020 wurde ein System der nationalen Ersterfassung von ÖSL für Deutschland erarbeitet und abgestimmt (Grunewald et al. 2017). Das Set ist allerdings noch nicht vollständig, d. h. Aktualisierungen, Überarbeitungen und Ergänzungen sind notwendig.

Arbeitspaket 4: Mitwirkung an der MAES-Berichtserstattung
In AP 4 werden die Ergebnisse aus den AP 1-3 in die Berichte für MAES (Federführung BfN) aufbereitet und eingespeist.

Arbeitspakte 5: Einbindung / Kommunikation
Über dieses Modul wird die Zusammenarbeit AN - AG sowie die Einbindung in andere Projekte und Aktivitäten sichergestellt.

Beitrag zu den Zielen des Forschungsbereiches
Das Projekt leistet Beiträge zum Forschungsprogramm in folgenden Bereichen:
Ziel 1 des FB L: Der FB L analysiert, wie Landschaften und insbesondere Freiräume mit ihren Ökosystem- und Landschaftsdienstleistungen in Städten und Regionen vom Klimawandel sowie vom Energiewende-induzierten Landnutzungswandel einerseits sowie durch raumrelevante Akteure, Governance sowie Planungsinstrumente und -verfahren andererseits beeinflusst werden,

Ziel 1 des FB M: "Erarbeitung methodischer Grundlagen des Monitorings, der Analyse und Bewertung der Flächennutzungsentwicklung" sowie Ziel 4 " …relevante Indikatoren der Siedlungs- und Freiraumentwicklung deutschlandweit kleinräumig als wissenschaftliche Dienstleistung bereitzustellen und das Indikatorsystem kontinuierlich zu ergänzen."

www.ioer.de

Laufzeit

9/2018 - 8/2020


Sophie Meier
Tel. 0351 4679 282
S.Meier[im]ioer.de


Finanzierung

Logo Bundesamt für Naturschutz

Partner

Prof. U. Walz, HTW Dresden