Ökosystemleistungs-Indikatoren

Erarbeitung und Umsetzung einer Methodik zur bundesweiten Erfassung und Bewertung von Ökosystemleistungen im Rahmen der Umsetzung von Ziel 2 und Maßnahme 5 der EU-Biodiversitätsstrategie für 2020

Aktion 5 der EU-Biodiversitätsstrategie sieht vor, dass die Mitgliedstaaten den Zustand der Ökosysteme und ihrer Leistungen (ÖSL) kartieren und bewerten sowie die Integration in die Berichtssysteme auf EU- und nationaler Ebene bis 2020 voranbringen.

Ziel des Projektes ist es, Methoden zur bundesweiten Erfassung und Bewertung von Ökosystemdienstleistungen weiter zu entwickeln und umzusetzen. Die Indikatoren zum bundesweiten Monitoring von Ökosystemen und Ökosystemleistungen sollen spezifiziert und qualifiziert, auf Expertenbasis diskutiert und je nach Erfordernis und Realisierbarkeit berechnet, kartographisch und statistisch umgesetzt bzw. verbalargumentativ bewertet werden.

Neben der bundesweiten Darstellung von ÖSL und den EU-Berichtspflichten (Zustand und Entwicklung von Ökosystemen/ÖSL) soll die fachübergreifende Umsetzung und Nutzung (z.B. Planungsregionen der Bundesländer) ebenfalls Beachtung finden.

Das Projekt gliedert sich in 6 Arbeitspakete:

  • AP1 (Stand/Defizite) dient der Aufbereitung des nationalen und internationalen Kenntnisstandes zu den Ökosystemleistungs-Indikatoren.
  • AP2 (Entwicklung des Indikatorenkonzepts) dient der Überprüfung bzw. Erweiterung des Indikatorenkonzepts. Erfassungs-und Modellierungsmethoden werden entwickelt und erprobt.
  • In AP3 (Berechnung und Darstellung von ÖSL-Indikatoren) werden für ausgewählte Indikatoren Kartendarstellungen und Statistiken angefertigt.
  • In AP4 (Diskussion/Interpretation) werden die berechneten Indikatoren beschrieben und interpretiert und kritisch diskutiert.
  • AP5 hat die Zusammenführung der Ergebnisse zum Inhalt. Dazu gehören die Diskussion der Methodik insgesamt, das Aufzeigen verbliebener Defizite und Schwachstellen sowie Hinweise zur Weiterentwicklung.
  • AP6 (Einbindung/Kommunikation) stellt die Einbindung in andere Projekte und die Aktivitäten auf EU-Ebene sicher.

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Das Institut wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.