EReDeNet

Research Network "Ecological Regional Development" - Smart City-Regional Governance for Sustainability -

Zielstellung

Ziel des von der Regional Studies Association (RSA) unterstützten Netzwerkprojekts EReDeNet ist es, die internationale Vernetzung des IÖR weiter voranzutreiben. Das Projekt bietet Wissenschaftlern und Praktikern ein Forum für den Austausch über aktuelle Forschungsarbeiten und für die systematische Weiterentwicklung des Forschungsfelds. Nach dem umfangreichen namensgebenden Thema "Ecological Regional Development" und der anschließenden Fokussierung auf regionale Aspekte der Sustainability Transition gewährt die RSA nun zum dritten Mal eine Unterstützung für die Durchführung einer Serie von Veranstaltungen. Sie steht unter dem Titel "Smart City-Regional Governance for Sustainability".

Problemaufriss

Das Attribut 'smart' wird seit einiger Zeit immer stärker im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung verwendet. Dies geschieht insbesondere in der Kombination "Smart Growth", wobei u. a. das Problem der Zersiedlung angesprochen ist (Dierwechter 2013), und "Smart City", bei der oft die Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien betont werden (de Jong et al. 2015). Nicht genügend klar ist jedoch, was genau hier "Smartness" bedeutet, und welcher (potenzielle) Bezug zur Governance von City-Regions besteht (Herrschel 2013).

Fragestellung

Vor diesem Hintergrund erkundet das Netzwerk, wie der Begriff "Smartness" produktiv im Kontext von City-Regional Governance und unter dem Leitbegriff Sustainability genutzt werden kann. Ausgangspunkt ist die Vielzahl an Herausforderungen, denen sich Stadtregionen stellen müssen, insbesondere die regionale und nationale wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit, der soziale Zusammenhalt und der Schutz ökologischer Grundlagen. Gesucht werden neue, effektivere Ansätze der Steuerung und Koordination in Planung und Politik unter der Bedingung einer zunehmenden Zahl und Vielfalt an Akteuren.

Methoden

Das IÖR als Koordinator führt mit den Partnern aus Belgien, Großbritannien und den USA vier eigenständige Konferenzen und zwei Special Sessions bei RSA Konferenzen durch. Dies bildet den Kern der Netzwerkarbeit. Die Konferenzen kombinieren Paper Sessions und diskussionsorientierte Workshops. Thematisch folgen sie den vier identifizierten Dimensionen von "Smartness": 'experimental' (in Dresden), regarding 'data/information' (in Brüssel), 'institutional' (USA, pre AAG), und 'spatial' (in London).

Erwartete Ergebnisse

Das Netzwerk leistet zum einen Beiträge zum Forschungsbereich S, indem es übergreifende Fragen einer dauerhaft umweltgerechten Entwicklung von Städten und Regionen im internationalen Kontext aufgreift und neue Fragestellungen für die Forschungsprogrammatik des Instituts erkundet. Zum anderen werden Ergebnisse aus der Forschung im Forschungsbereich L auf dem Gebiet der Landscape Governance im Kontext stadt-regionaler Entwicklung präsentiert und diskutiert. Die Ergebnisse der Veranstaltungsreihe werden wieder mindestens in einem Special Issue einer internationalen Zeitschrift publiziert (siehe etwa Lintz 2016).

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Das Institut wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.