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Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung

Erste Dresden Nexus Conference im März 2015

kleines Logo Dresden Nexus Conference 2015

Vom 25. bis 27. März 2015 findet die erste internationale Dresden Nexus Conference (DNC) statt. Unter der Überschrift „Globaler Wandel, Ziele der Nachhaltigkeitsentwicklung und der Nexus-Ansatz” stehen die drei Aspekte Klima, Urbanisierung und Bevölkerungswachstum im Mittelpunkt. Die von UNU-Flores, TU Dresden und IÖR organisierte Veranstaltung soll künftig alle zwei Jahre internationale Experten an die Elbe holen. Der Call for abstracts läuft noch bis zum 20. September 2014. Erfahren Sie mehr auf der englischsprachigen Interseite zur Konferenz…


Experten beraten über Forschungsstrategien für die Stadt der Zukunft

Logo - Bildquelle: http://www.nationale-plattform-zukunftsstadt.de/
(Illustration: Nationale Plattform Zukunftsstadt)

Welche Lösungen sind nötig, damit Städte und Kommunen sich nachhaltig entwickeln können? Dieser Frage gehen am 30. September bei einer Fachkonferenz der Nationalen Plattform Zukunftsstadt in Berlin auch Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) nach. Das IÖR ist in die Ausarbeitung von neuen Strategien für Forschung und Innovation in Deutschland eingebunden. Mit einer Stellungnahme hat es sich jetzt zum ersten Entwurf geäußert.

Eine strategische Forschungs- und Innovationsagenda soll künftig sicherstellen, dass sich deutsche Städte und Kommunen nachhaltig entwickeln und lebenswert bleiben. Das ist das Ziel der Nationalen Plattform Zukunftsstadt. Welchen Handlungsbedarf es beim CO2-neutralen, energieeffizienten und klimaangepassten Umbau von Städten und Gemeinden gibt, haben über 100 Experten aus Kommunen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft – auch aus dem IÖR – zusammengetragen. Daraus entstanden ist der Entwurf einer strategischen Innovations- und Forschungsagenda.

Am 30. September stehen die Inhalte des Entwurfes im Mittelpunkt einer Fachkonferenz in Berlin. Zuvor hat das IÖR bereits Stellung zu dem bisherigen Entwurf genommen und Hinweise für die weitere Bearbeitung gegeben. „Es ist erfreulich, dass es eine ressortübergreifende Initiative zum Thema Zukunftsstadt gibt. Obwohl der Entwurf bereits sehr umfassend und beeindruckend ist, gibt es jedoch einige grundsätzliche Aspekte, die aus unserer Sicht noch einmal überarbeitet oder ergänzt werden müssten“, resümiert Professor Bernhard Müller, Direktor des IÖR. So fehle es der Agenda noch an einigen Zukunftsthemen wie etwa Aussagen zum demografischen Wandel, zur Rolle einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft oder zu Genderfragen, erläutert Müller. Auch die Potenziale der Innenentwicklung von Städten und Gemeinden werden nach Ansicht des IÖR noch nicht ausreichend berücksichtigt. Gleiches gilt für bereits bestehende lokale Initiativen zur Nachhaltigkeit. Beim Verweis auf internationale Beispiele gebe es ebenfalls Überarbeitungsbedarf, so Müller.

Bis 2015 soll die Arbeit an den Strategien für Forschung und Innovation abgeschlossen sein. Die Agenda soll dabei helfen, laufende Programme besser aufeinander abzustimmen und Forschungsprojekte auf verschiedenen Ebenen miteinander zu vernetzen. Die Nationale Plattform Zukunftsstadt ist eine Initiative der Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Ansprechpartner im IÖR:

Prof. Dr. Bernhard Müller, Telefon: (0351) 46 79-211, E-Mail: B.Mueller[im]ioer.de
Prof. Clemens Deilmann, Telefon: (0351) 46 79-251, E-Mail: C.Deilmann[im]ioer.de

Vierte Industrielle Revolution und Stadtentwicklung – Projekt der acatech forscht am Beispiel Indien

Mit einem Symposium in New Delhi/Indien ging am 3. und 4. September das Projekt „Advanced Manufacturing und Stadtentwicklung“ der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) zu Ende. Der Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und acatech-Mitglied, Bernhard Müller, hat das Projekt, an dem auch das IÖR und die TU Dresden beteiligt waren, geleitet.

Seit Dezember 2013 haben deutsche und indische Wissenschaftler im acatech-Projekt „Advanced Manufacturing und Stadtentwicklung“ untersucht, wie sich der Einsatz neuer Technologien auf Produktionsprozesse und Logistik auswirken und welche Konsequenzen dies für die Stadtentwicklung haben kann. „Es ist erstaunlich, dass der Zusammenhang zwischen der so genannten vierten industriellen Revolution, die wir gerade erleben, und der Entwicklung von Städten und Regionen bisher kaum erforscht wurde“, sagte Müller zur Eröffnung des Symposiums. Das Pilotprojekt in Indien habe begonnen, diese Lücke zu schließen.

Unter dem Stichwort „Advanced Manufacturing“ ging es dabei vor allem um den Einsatz innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien, die neue Formen des nachhaltigen Wirtschaftens und der global vernetzten Produktion und Logistik ermöglichen. Auch ökologische und soziale Aspekte spielten in diesem Zusammenhang eine Rolle. Untersucht wurde etwa, welche Möglichkeiten und Grenzen Advanced Manufacturing-Ansätze für den Schutz der Umwelt und bei der Armutsbekämpfung haben. „Advanced Manufacturing Technologien führen zu weniger Materialverbrauch in der Produktion und zu mehr Energieeffizienz“, erläutert Müller. Und weiter: „Uns hat auch interessiert, wie der Einsatz neuer Technologien die so genannte ‚urbane Produktion‘ befördern kann“. Das Ziel ist es dabei, industrielle Prozesse so schonend zu gestalten, dass Produktionsstätten auch im städtischen Umfeld angesiedelt werden können. „Kurze Wege zwischen Wohn- und Arbeitsort verbessern nicht nur die Lebensqualität der Menschen vor Ort, sondern mindern auch die Schadstoff- und Lärmemissionen, kommen also der Umwelt zu Gute“, erläutert Bernhard Müller die positiven Aspekte.

Die im Projekt gewonnen Erkenntnisse gelten nicht nur für das Fallbeispiel Indien, vielmehr sind generelle Handlungsempfehlungen für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit entstanden.

Gruppenfoto: Deutsche und indische Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Symposium in New Delhi/Indien.
Die Teilnehmenden am Symposium von acatech, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Indian National Academy of Engineering (INAE): Deutsche und indische Wissenschaftler und Experten aus Wirtschaft, Politik und Entwicklungszusammenarbeit. (Foto: INAE)

Weitere Informationen auf der Internetseite der acatech

Ansprechpartner im IÖR:

Prof. Dr. Bernhard Müller, Telefon: (0351) 46 79-211, E-Mail: B.Mueller[im]ioer.de

Personalia

IÖR mit neuen Forschungsbereichsleitern und Arbeitsstab

Der Forschungsbereich „Strategische Fragen und Perspektiven“ hat einen neuen Leiter. Prof. Dr. Artem Korzhenevych hat diese Funktion zum 1. August 2014 übernommen. Er wurde zugleich im Rahmen einer gemeinsamen Berufung zum Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Umwelt-, Stadt- und Regionalökonomie an die Technische Universität Dresden berufen.

Einen Wechsel gab es auch im Forschungsbereich „Umweltrisiken in der Stadt- und Regionalentwicklung“. Dr.-Ing. Thomas Naumann leitet diesen seit 1. September 2014.

Prof. Dr. Jochen Schanze übernimmt zum 1. September die wissenschaftliche Führung des neuen Arbeitsstabes „Theoretische und methodische Grundlagen der ökologischen Raumentwicklung“.

Wir über uns - IÖR

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung ist eine raumwissenschaftliche Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft. Wir erarbeiten wissenschaftliche Grundlagen für eine dauerhaft umweltgerechte Entwicklung von Städten und Regionen im nationalen und internationalen Zusammenhang. Die Ausrichtung der Forschung zielt auf Antworten für ökologische Fragen nachhaltiger Entwicklung.

Wir erforschen Wechselwirkungen zwischen der natürlichen Umwelt und der Gesellschaft sowie damit verbundene Optionen der Steuerung. Auf der Grundlage unserer Erkenntnisse beraten wir Politik und Gesellschaft. Unsere Motivation ist es, durch innovative Forschung und Beratung zur Vereinbarkeit von menschlichem Handeln und der Entwicklung der natürlichen Umwelt beizutragen, um Lebensgrundlagen nachhaltig zu sichern.

Wir legen großen Wert auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wir fördern die Gleichstellung von Frauen und Männern und setzen uns bewusst für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Für seine Aktivitäten in diesem Bereich wurde das IÖR mit dem Prädikat TOTAL-E-QUALITY ausgezeichnet.


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