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Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung

Blick zurück und Blick nach vorn – Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung feiert 20-jähriges Bestehen

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Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) kann auf 20 Jahre erfolgreiche Forschung zurückblicken. Mit einer Jahrestagung beging die Forschungseinrichtung am 9. Mai das Jubiläum. Das neue Veranstaltungsformat bot auch Raum für einen Blick in die Zukunft: Die ökologische Raumwissenschaft steht vor neuen Herausforderungen – das IÖR ist gut vorbereitet.

Die Aufgaben der Raumwissenschaft – noch dazu einer ökologisch ausgerichteten – werden zunehmend umfangreicher, Forschungsfragen komplexer, Ansprüche an Wissenschaftler höher. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) ist auf diese Herausforderungen gut vorbereitet – das zeigen die Erfahrungen und Erfolge der vergangenen 20 Jahre, ist sich Prof. Dr. Wolfgang Haber (Foto) sicher. Der Nestor der Landschaftsökologie war am vergangenen Mittwoch einer der Gastredner bei der ersten Jahrestagung des IÖR. Mit der Veranstaltung im Deutschen Hygiene-Museum Dresden feierte das Forschungsinstitut sein 20-jähriges Bestehen.

Die Teilnehmenden erlebten spannende Gesprächsrunden zum Thema "nachhaltige Stadtregionen". Wie kann Stadtentwicklung effizient sein und zugleich neue Risiken etwa die des Klimawandels berücksichtigen? Wie beeinflussen neue gesellschaftliche Gegebenheiten wie der demografische Wandel die Entwicklung von Städten und Regionen? Und wie müssen Wissenschaftler heute ihre Erkenntnisse kommunizieren, damit sie in der Politik Gehör finden und die Forschungsergebnisse bei Planungsprozessen berücksichtigt werden?

Ehemalige und aktuelle Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates des Institutes diskutierten zu diesen Themen gemeinsam mit Wissenschaftlern des IÖR. Sie machten deutlich wie vielschichtig die aktuellen Herausforderungen für die Arbeit des Leibniz-Institutes für ökologische Raumentwicklung und anderer raumwissenschaftlicher Einrichtungen sind.

"Diese erste Jahrestagung war nicht nur ein würdiger Auftakt für unsere neue Veranstaltungsreihe, sie war zugleich auch eine geeignete Plattform zur Standortbestimmung der ökologischen Raumwissenschaft und Ausgangspunkt für die nächsten 20 Jahre intensiver Forschungsarbeit im IÖR", resümiert Professor Bernhard Müller, Direktor des Institutes.

Ehrenamtlicher Naturschutz in Sachsen – Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung erstellt Analyse für Sächsisches Umweltministerium

Es gibt gute Gründe, das Naturschutz-Ehrenamt in Sachsen zu stärken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Leibniz-Institutes für ökologische Raumentwicklung (IÖR), die für das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) erarbeitet wurde. Am Freitag präsentierte das Umweltministerium die Ergebnisse der Öffentlichkeit.

In der Studie "Analyse des ehrenamtlichen und privaten Naturschutzes in Sachsen" haben die Wissenschaftler des IÖR aktuelle Erkenntnisse zur Situation des ehrenamtlichen und privaten Naturschutzes in Sachsen zusammengetragen. Dazu hatten sie nicht nur vorhandene Daten ausgewertet und aufbereitet, ebenso waren umfangreiche Befragungen Teil der Untersuchung. Die Analyse zeigt, dass der Naturschutz in Sachsen zu großen Teilen durch ehrenamtliche Arbeit gestützt wird. Deutlich wurden auch Herausforderungen, vor denen das Naturschutz-Ehrenamt im Freistaat steht. Dazu gehört, dass sich viele ehrenamtliche Naturschützer mehr Anerkennung durch die Öffentlichkeit sowie verstärkte Weiterbildungsangebote und eine bessere Zusammenarbeit mit den Behörden wünschen. Deutlich wurde auch, dass dem ehrenamtlichen Naturschutz in Sachsen der Nachwuchs fehlt.

Mit zahlreichen Handlungsempfehlungen geben die Wissenschaftler des IÖR Hinweise, wie diesen Herausforderungen begegnet und der ehrenamtliche Naturschutz in Sachsen gestärkt werden kann. Einige dieser Handlungsempfehlungen werden bereits umgesetzt, erläuterte der sächsische Umweltminister Frank Kupfer am Freitag. Zusammen mit den Landkreisen und Kommunen sollen weitere Schritte eingeleitet werden.

 

Wir über uns - IÖR

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung ist eine raumwissenschaftliche Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft. Wir erarbeiten wissenschaftliche Grundlagen für eine dauerhaft umweltgerechte Entwicklung von Städten und Regionen im nationalen und internationalen Zusammenhang. Die Ausrichtung der Forschung zielt auf Antworten für ökologische Fragen nachhaltiger Entwicklung.

Wir erforschen Wechselwirkungen zwischen der natürlichen Umwelt und der Gesellschaft sowie damit verbundene Optionen der Steuerung. Auf der Grundlage unserer Erkenntnisse beraten wir Politik und Gesellschaft. Unsere Motivation ist es, durch innovative Forschung und Beratung zur Vereinbarkeit von menschlichem Handeln und der Entwicklung der natürlichen Umwelt beizutragen, um Lebensgrundlagen nachhaltig zu sichern. Wir legen großen Wert auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.


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