Wohngebäude vor Hochwasserschäden schützen – IÖR präsentiert Planungsinstrument auf Baumesse in Dresden

Die Eigenvorsorge bei Hochwasser wird immer wichtiger. Das gilt besonders für den Schutz von Wohngebäuden. Mit dem neuen Informationstool FLOOD.Bi lässt sich das Risiko für Hochwasserschäden an Gebäuden bestimmen und minimieren. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) hat das Tool gemeinsam mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) im EU-Projekt STRIMA II entwickelt. Am 11. und 12. September präsentieren beide Einrichtungen die neue Anwendung in Dresden auf der Bau- und Immobilienmesse Bauen Kaufen Wohnen. Die Präsentation ist Teil des Messestandes der Landeshauptstadt Dresden zum Thema Eigenvorsorge bei Hochwasser.

Der Sommer 2021 hat einmal mehr gezeigt: Extreme Starkregenfälle können schnell zu Sturzfluten, Überschwemmungen und massiven Zerstörungen führen. Oft sind Wohngebäude und damit das Zuhause vieler Menschen betroffen. Mit der passenden Vorsorge ließe sich das Risiko für Hochwasserschäden an Gebäuden deutlich reduzieren. Doch welche Hochwasserrisiken bestehen an einem Standort? Mit welchen Schäden ist zu rechnen? Durch welche Maßnahmen lassen sich diese Schäden vermeiden oder mindern? Das neue Informationstool FLOOD.Bi gibt Antworten auf diese Fragen. Die kostenfreie Online-Anwendung steht Gebäudeeigentümer*innen ebenso zur Verfügung wie der Fachplanung und Ingenieurbüros. Mit FLOOD.Bi lassen sich Informationen zu den Hochwassergefahren an einem ausgewählten Standort und die damit verbundenen potenziellen Hochwasserschäden an Gebäude ermitteln. Darüber hinaus zeigt es auf, wie individuelle bauliche Anpassungsmaßnahmen am Gebäude wirken.

Wie genau sich FLOOD.Bi für die standortbezogene Hochwasservorsorge an Gebäuden nutzen lässt, erklären Expert*innen des IÖR und des LfULG am 11. und 12. September auf der Dresdner Bau- und Immobilienmesse Bauen Kaufen Wohnen. Die Präsentation ist Teil des Messestandes C14 in Messehalle 1 der MESSE DRESDEN. An dem Stand informiert das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden gemeinsam sächsischen Behörden und Forschungseinrichtungen, wie sich die Eigenvorsorge bei Hochwasser und Starkregen optimieren lässt.

Hintergrund
Das Informationstool FLOOD.Bi wurde im EU-Projekt STRIMA II – Sächsisch-Tschechisches Hochwasserrisikomanagement (Laufzeit 06/2017-12/2020) entwickelt. Das Projekt STRIMA II zielte darauf ab, die Schadensvorsorge bei Hochwasser und Starkniederschlägen zu verbessern und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, insbesondere auf kommunaler Ebene, zu vertiefen. Das Projekt baute auf dem 2013 gestarteten Vorgängerprojekt STRIMA auf. Die Kosten für STRIMA II belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Euro. Sie wurden zum Großteil vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie anteilig vom Freistaat Sachsen getragen. Das Projekt wurde durch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) geleitet. Weitere Partner waren das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), die Agentur für regionale Entwicklung in Liberec, die Jan-Evangelista-Purkyně-Universität Ústí nad Labem und die Tschechische Technische Universität in Prag.

Weitere Informationen zum Projekt
Abschlussbroschüre zum Projekt

Kontakt im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR)
Dr.-Ing. habil. Regine Ortlepp und Dr.-Ing. Reinhard Schinke
E-Mail: flood.biioer@ioer.de

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Das Institut wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.