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IÖR Texte

Nr. 161

Bürgergärten: Chancen zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Stadt Dresden

Vorstudie zur Umsetzung des Leitthemas Bürgergärten des Projektantrages Lebens.Netz.Dresden.

Stefanie Rößler, Juliane Mathey, Gerd Lupp, Markus Leibenath

Foto: Stefanie Rößler, IÖR
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Im Bundeswettbewerb des Bundesumweltministeriums "Idee.natur – Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung" (2008) waren Naturschutzverbände, Stiftungen, Landkreise, Zweckverbände und andere regionale Interessensgruppen oder Partnerschaften dazu aufgerufen, neue Konzepte für Naturschutzgroßprojekte zu erarbeiten, die zugleich den Regionen auch Perspektiven für eine wirtschaftliche Entwicklung eröffnen. Eine regionale Partnerschaft der Region Dresden erarbeitete nach erfolgreichem Bestehen der ersten Wettbewerbsstufe einen integrierten Projektantrag unter der Federführung des Umweltzentrums Dresden e. V. und mit maßgeblicher Unterstützung durch das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR) sowie das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden.  Die vorliegende Studie ist eine Fortführung der im Rahmen des Projektantrages "Lebens.Netz.Dresden." entwickelten Projektidee der "Bürgergärten".

Bei den "Bürgergärten" handelt es sich um Brachflächen in der Obhut von Privatbürgern, Vereinen oder anderweitigen bürgerschaftlichen Initiativen, die naturschutzgerecht gepflegt oder bewirtschaftet werden. Die Bürgergärten sollen auf Brachflächen und verwahrlosten Grundstücken der Stadt Dresden entstehen. Dabei werden die "Bürgergärten" als innovativer Ansatz verstanden, die biologische Vielfalt in der Stadt Dresden durch bürgerschaftliches Engagement zu sichern und zu entwickeln: Bürgergärten etablieren, Biotope pflegen, Vielfalt schützen, Naturprozesse zulassen.

Im Bewusstsein um die spezifischen Herausforderungen bei der Realisierung dieses Projektansatzes werden im Rahmen der vorliegenden Studie die Rahmenbedingungen und Umsetzungsmöglichkeiten dieser Projektidee analysiert und Möglichkeiten zum weiteren Vorgehen aufgezeigt. Dabei stehen insbesondere die naturschutzfachlichen Potenziale des Bürgergartenansatzes im Vordergrund. Nach einer Begriffsbestimmung wird zunächst das hier verfolgte Konzept der "Bürgergärten" in den nationalen und internationalen Kontext eingeordnet. In der Stadt Dresden gibt es bereits zahlreiche Anknüpfungspunkte für "Bürgergärten", welche mit ihren Potenzialen, aber auch Problemen dargestellt. Vor diesem Hintergrund werden die Zielstellungen für mögliche weitere "Bürgergärten" konkretisiert und die Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Bürgergärten näher beleuchtet. Dabei geht es um Fragen der Flächenverfügbarkeit, planerische Zielstellungen, die Zusammenarbeit potenzieller Akteure, rechtliche Fragen sowie Finanzierungsmöglichkeiten eines solchen Projektes. Abschließend werden konkrete Handlungsempfehlungen aufgezeigt, die auch eine Übertragbarkeit des Ansatzes auf andere Städte ermöglichen.

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Bibliogr. Angaben

Dresden, September 2010

 

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Sieglinde Sauer
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S.Sauer[im]ioer.de

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