STar

Spielend Transformation erfahren

Hintergrund

Sozial-ökologische Krisen und damit zusammenhängende Transformationsprozesse prägen zunehmend den Alltag, sind jedoch oft schwer verständlich. Es besteht daher ein Bedarf an neuen Formaten der Wissensvermittlung. Spiele können hier einen niedrigschwelligen Zugang bieten. Sie fördern Lern- und Reflexionsprozesse und machen komplexe Zusammenhänge anschaulich.

Ziele

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines real-weltlichen Spiels (serious game), das sozial-ökologische Herausforderungen und Transformationsprozesse auf lokaler und regionaler Ebene erfahrbar und verständlich macht. Aufbauend auf Forschung zu lokalen und regionalen Transformationsdynamiken aus dem Vorgängerprojekt „ATRAKTIV“ vermittelt das Spiel, wie unterschiedliche Akteure ihre Interessen in lokale und regionale Handlungsarenen einbringen, welche Handlungsspielräume bestehen und welche Voraussetzungen für erfolgreiche Transformationsprozesse notwendig sind.

Ein besonderer Fokus liegt auf Kooperation, Perspektivwechsel und dem Aufbau von Allianzen zwischen verschiedenen Akteursgruppen. Das Spiel macht deutlich, dass  Transformationsprozesse nur durch gemeinsames Handeln adäquat adressiert werden können.. Dabei werden verschiedene Steuerungsansätze, Instrumente und Strategien erlebbar und können in unterhaltsamer Form ausprobiert werden.

Darüber hinaus soll das Spiel den Dialog über gesellschaftliche Herausforderungen fördern, zur Reflexion eigener Positionen anregen und das Verständnis für die Komplexität und Unsicherheiten von Transformationsprozessen stärken. Durch ein dynamisches Spieldesign werden immer neue Szenarien erzeugt, die wiederholtes Spielen, kontinuierliches Lernen und vertiefte Diskussionen ermöglichen.

Forschungsfragen

  • Wie können komplexe sozial-ökologische Transformationsprozesse spielerisch verständlich gemacht werden?
  • Wie lassen sich lokale und regionale Herausforderungen in abstrahierte Spielszenarien übersetzen?
  • Welche Spielmechanismen fördern das Verständnis für transformative Kapazitäten?

Vorgehen

Im Projekt wurden zunächst das Spielkonzept und Inhalte erarbeitet und anschließend ein Prototyp erstellt und getestet. In die Konzeptionierung eingebunden wurde auch eine studentische Gruppe an der TU Dresden, die durch die Entwicklung von drei verschiedenen Spielideen innovatives Methodenwissen erarbeitet hat, dass in die Entwicklung des Spiels direkt eingeflossen ist. Zugleich sind die Studierenden Adressaten des Wissenstransfers aus dem Forschungsprojekt..

Ergebnisse

Es entsteht ein analoges, strategisches Spiel, das sich vorrangig an Familien und Schüler*innengruppen richtet. Das Spiel wird öffentlich zugänglich gemacht und kann in Bildungskontexten wie im Schulunterricht oder in Workshops eingesetzt werden.

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.