Forschungsbereich
Ressourceneffizienz von Siedlungsstrukturen

ODWOMA - Wohnungsmarkt Ostdeutschland

Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf den ostdeutschen Wohnungsmarkt

Quelle: IÖR
kleine Karte zur Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland auf Kreisebene der Jahre 2011-2014

Der demografische Wandel wird, perspektivisch betrachtet, die Anforderungen an den Wohnungsbestand verändern und das insbesondere in den ostdeutschen Ländern, die schon über mehr als zwei Jahrzehnte mit starker Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung konfrontiert waren. Eine fachübergreifende und ‑verbindende Analyse soll die Vielschichtigkeit der technischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen des demografischen Wandels für den ostdeutschen Wohnungsmarkt beleuchten und die zu erwartenden Trends im Wohnungsbestand bis 2030 herausarbeiten. Als Partner der Niederlassung Dresden des ifo Instituts (Lead-Partner) und des Lehrstuhls für Sozial- und Gesundheitsbauten an der Technischen Universität Dresden wird sich das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. (IÖR) mit den zukünftigen demographischen Entwicklungen einschließlich der Haushaltsentwicklung und den Zugängen und Abgängen im Wohnungsbestand in den ostdeutschen Ländern und Landkreisen beschäftigen. Dabei wird zunächst auf Basis der 13. Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes eine eigene Haushaltsvorausberechnung für alle ostdeutschen Bundesländer durchgeführt. Diese bilden die Grundlage für die Projektion des Wohnungsneubaus sowie des Wohnungsabgangs. Dabei werden sowohl der qualitative, also auch der quantitative sowie der räumlich induzierte Wohnungsneubau berücksichtigt. Abschließend werden Aussagen zur Höhe des Wohnungsleerstandes sowie des Wohnungsbestandes in Ostdeutschland getroffen. Diese bilden die Basis für die im Anschluss gemeinsam von den Projektpartnern formulierten politischen Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der ostdeutschen Wohnungsmarktsituation im Spannungsfeld zwischen Wachstum und Schrumpfung.

Die Hochrechnungen, die im Rahmen des Projektes auf Basis der Analysen und Expertengespräche vorgenommen wurden, gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einen Leerstand von über einer Million Wohnungen in Ostdeutschland ab dem Jahr 2025 aus.

Die wichtigsten Ergebnisse finden Sie in folgenden Publikationen

Banse, Juliane; Deilmann, Clemens; Fritsche, Caroline; Hörnig, Virginie; Kluge, Jan; Kretzschmar, Daniel; Marquardt, Gesine; Motzek, Tom; Ragnitz, Joachim; Thum, Marcel; Vandrei, Lars
Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf den ostdeutschen Wohnungsmarkt
München: ifo - Institut für Wirtschaftsforschung, 2017, S. 186 (Ifo-Dresden-Studien; 78) 

Kretzschmar, Daniel
Wohnungsneubau in ostdeutschen Schrumpfungsregionen – der Leerstand von morgen
 In: Wohnungswirtschaft heute 103 (2017), S. 35-37 

Kretzschmar, Daniel
Der ostdeutsche Wohnungsmarkt – die zweite Leerstandswelle kommt
In: Wohnungswirtschaft heute 79 (2017), S. 20-22 

Kretzschmar, Daniel
Spezifika des ostdeutschen Wohnungsmarktes – Teil 3: Wohnungsleerstandsprognose
In: ifo Dresden berichtet 24 (2017) 4, S. 25-31 

Kretzschmar, Daniel
Wachstum ostdeutscher Großstädte – Stabiler Trend oder nur ein potemkinsches Dorf?
In: Wohnungswirtschaft heute 99 (2016), S. 4-7 

www.ioer.de

Laufzeit

11/2015 – 10/2016


Dipl.-Geograph
Daniel Kretzschmar
Tel. +49 (0)351 4679 237
d.kretzschmar[im]ioer.de


Finanzierung

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)


Projektpartner

ifo Dresden