MATI

Mensch-Architektur-Technik-Interaktion für demografische Nachhaltigkeit

Analyse von Best-Practice-Modellen

Bei der Umsetzung des Ziels, Wohnraum in Deutschland zu schaffen, sind die Haushaltsstrukturen und die Bedürfnisse der Bewohner in den verschiedenen Lebensphasen zu berücksichtigen. Mit dem Fokus auf ein sicheres und unabhängiges Leben von Seniorinnen und Senioren werden eine alternsgerechte, weitgehend barrierefreie Architektur sowie der Einsatz technischer Unterstützungssysteme erforderlich.

In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten interdisziplinären wissenschaftlichen Vorprojekt MATI erarbeitet eine Projektgruppe neue Lösungsansätze für die Umsetzung demografisch nachhaltiger, generationengerechter Gebäude. Projektpartner sind die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe "Architektur im demografischen Wandel" an der TU Dresden, die Fakultät Informatik der TU Dresden, das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG).

Das IÖR erarbeitet eine Übersicht erfolgreich realisierter Modelle der Mensch-Architektur-Technik-Interaktion zum Wohnen im Alter. Der Stand der Initiativen zur Umsetzung von Best-Practice-Modellprojekten wird erfasst und es erfolgt eine Auswahl solcher Projekte für eine vertiefende Analyse. Im Projekt werden der Planungsprozess und die Kooperation zwischen Architekten und Fachplanern für Gebäudetechnik sowie die Integration der Nutzeranforderungen analysiert. Hinterfragt wird, welche Methoden der Kommunikation und des Wissensaustauschs hier eingesetzt werden. Ziel ist es, Hindernisse für die Umsetzung von MATI aufzudecken und Ansätze für deren Beseitigung zu erarbeiten. Ein weiterer Schritt wird die Auswertung der Nutzererfahrungen sein. Die Frage ist, ob durch das Nutzerverhalten Barrieren in der Umsetzung der MATI entstehen.

Die Ergebnisse wurden auf der Tagung "WOHNWANDEL: MENSCH – GEBÄUDE – TECHNIK" am 5. NOVEMBER 2015 in Dresden diskutiert. Sie sind nachzulesen im Tagungsband "MATI: Mensch – Architektur – Technik – Interaktion für demografische Nachhaltigkeit". Die Publikation ist über den Lehrstuhl für Sozial- und Gesundheitsbauten an der Technischen Universität Dresden zu beziehen.

Weitere Informationen zum Projekt

Publikation

Banse, Juliane; Engelien, Heike; KleinJan, Gerrie; Markewitz, Annett: Wohnen und Technik - Aspekte der Planung, Umsetzung und Nutzung (2016): In: Marquardt, Gesine (Hrsg.): MATI: Mensch - Architektur - Technik - Interaktion für demografische Nachhaltigkeit. Stuttgart: Fraunhofer IRB Verlag, 2016, S. 68-97

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Das Institut wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.