MASi

Metadata Management for Applied Sciences

Informationsinfrastrukturen zu Forschungsdaten kranken insbesondere an den noch immer zu komplizierten Datensuchalgorithmen und Metadatenbeschreibungen. Dieses tritt insbesondere in der interdisziplinären Forschung zutage, denn die Metadatenbeschreibung und Suchmaschinen sind fachspezifisch sehr unterschiedlich.

Forschungsfragen

Wie können Metadaten verschiedener Fachrichtungen einfach zugänglich gemacht werden? Wie können Metadaten aus Altkarten effizient erhoben, während der Verarbeitungsprozesse mitgeführt und ergänzt werden? Wie können die Provenance und Prozess-Metadaten leicht recherchierbar gemacht und über die Verknüpfung mit anderen Diensten die Weiterverwendung von Geodaten unterstützen? Standard-konform und automatisiert erfasste Metadaten erlauben die Recherche und Weiterverwendbarkeit von Kartenanalyseprodukten und öffnen so die Daten für einen erweiterten Nutzerkreis.

Methodik

Im Fokus steht die Entwicklung eines flexibel an die unterschiedliche Herkunft von Altkarten anpassbaren Workflows zur automatisierten Anreicherung der Daten mit Metadaten. Die Metadatenerzeugung soll dabei effizient und (geo-)standardkonform parallel zur Aufbereitung der Altkarten für den IÖR-Monitor erfolgen. Ein Framework zur Haltung und Mitführung der gewonnenen Metadaten während der Kartenanalyseprozesse soll dabei die Grundlage zur Dokumentation und Recherche von Geodaten der Karteninterpretation bilden.

Angestrebte Ergebnisse

Die im Rahmen des Projektes weitestgehend automatisiert erzeugten Metadaten sollen in einen einfach handhabbaren Metadatendienst zur Recherche der am IÖR verfügbaren, digitalen Altkarten und deren abgeleitete Ergebnisse und Produkte (z. B. IÖR-Monitor-Dienste) integriert werden. Eine Auffindbarkeit und Beurteilung der Weiterverwendbarkeit der Produkte durch Dritte kann durch den Dienst gewährleistet werden. Die Gewährung von Zugriffs- und Benutzungsrechten kann dabei für verschiedene Nutzergruppen festgelegt werden. Darüber hinaus tragen die Ergebnisse des Projekts zur Beantwortung der ersten Forschungsfrage des FB M hinsichtlich der Gewinnung retrospektiver Flächennutzungsinformationen bei.

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Das Institut wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.