GOAT 3.0

Entwicklung eines digitalen Erreichbarkeitsinstruments für eine ausgeglichene Raum- und Verkehrsplanung

Innovationsbedarf

Die Planung nachhaltiger Mobilität steht vor enormen Herausforderungen. Komplexe verkehrliche Maßnahmen, von ÖPNV-Ausbau bis hin zu Nachbarschaftsmobilität (15-Minuten-Stadt), sind hinsichtlich ihrer räumlichen Wirkungen zielorientiert zu bewerten. Die besondere Problemstellung ergibt sich dabei aus der Forderung nach feinteiligen Analysen bei gleichzeitiger praxisorientierter, gut kommunizierbarer Aufbereitung von Ergebnissen.

Projektziele

Ziel ist es, ein digitales Planungswerkzeug (GOAT 3.0) durch die Operationalisierung des Erreichbarkeitsansatzes zu entwickeln. Durch die Integration von Analysen und Szenarien für multimodale Mobilität über eine einfach zu bedienende Weboberfläche werden diverse räumliche Ebenen und vielseitige Ziele (z.B. Bildung, Erholung) integriert. Einher geht die Entwicklung neuer Ansätze zur Datenaufbereitung und -veredelung (z.B. KI, Fusionsalgorithmen), um datengetriebene Planungsgrundlagen zu Arbeitsplatz- und Bevölkerungsverteilungen zu schaffen.

Ein iterativer und ko-kreativer Softwareentwicklungsprozess unter Einbeziehung von Anwendungspartnern dreier Partnerregionen (Rhein-Neckar, München und Oberlausitz) ist zentral in diesem Vorhaben. So werden Anforderungen und Tests für reale Planungsfragen in u.a. Workshops ermittelt. Für die Entwicklung von Indikatoren werden mittels partizipativer Ansätze Erkenntnisse für empirisch validierte Erreichbarkeitsindikatoren generiert.

Erwartete Ergebnisse

Nach Abschluss liegt mit GOAT 3.0 ein vollumfängliches und interaktives Erreichbarkeitsinstrument vor. Über eine einfache Nutzeroberfläche können so effizient und effektiv die Mobilität und Räume von Morgen geplant, entworfen und bewertet werden. Hieraus entsteht ein signifikanter Mehrwert für eine evidenzbasierte Planung und Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Verwertung. Gleichzeitig wird durch Validierung, Veredelung und Öffnung von Daten eine Grundlage für zukünftige Innovationen geschaffen.

 

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Das Institut wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.