Forschungsbereich:
Wandel und Management von Landschaften

Essbare Städte

Evaluierung von Begrünungsstrategien als systematische Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen der Urbanisierung. Konzipierung eines Bewertungskonzeptes und Erprobung am Beispiel essbarer Städte in Deutschland.

Städte sind mit einer steigenden Komplexität der Stadtentwicklung konfrontiert. Es bedarf daher systematischer Lösungen, die mit geringem Implementierungsaufwand eine breite Wirkung für Umwelt und Mensch entfalten. Vor allem städtische Begrünungsstrategien versprechen systematische Lösungen für Herausforderungen der Urbanisierung zu liefern. Im Zuge aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen wie des Klimawandels, der fortschreitenden Urbanisierung und Kritik an der Nahrungsmittelindustrie gewinnt das Konzept der essbaren Stadt als innovative Begrünungsstrategie in der Stadtplanung immer mehr an Bedeutung. Essbare Städte nutzen öffentliche Flächen zur Bereitstellung von kostenlosen Lebensmitteln und zum städtischen Gärtnern für die Bürger. Zur Analyse des Beitrages städtischer Begrünungsstrategien und essbarer Städte zur Entwicklung systematischer Lösungen für Herausforderungen der Urbanisierung mangelt es jedoch an integrativen Bewertungskonzepten.

Ziel des DFG-Vorhabens ist die Entwicklung eines grundlagenorientierten Bewertungskonzeptes zur Evaluierung der Implementierungs- und Auswirkungseffizienz innovativer städtischer Begrünungsstrategien unter Berücksichtigung der Konzepte der naturbasierten Lösungen, grünen Infrastruktur und Ökosystemleistungen. Das Konzept wird am Beispiel essbarer Städte in ausgewählten Fallstudien in Deutschland spezifiziert und validiert.

Zur Entwicklung des indikatorbasierten Bewertungskonzepts wird eine Aufarbeitung des relevanten Wissenstandes vorgenommen. Für die Spezifizierung und Validierung des Bewertungskonzeptes am Beispiel essbarer Städte werden Fallstudien aus Deutschland (Andernach, Haar und München) in das Vorhaben involviert. Die Konzeptspezifizierung zur systematischen Effizienzevaluierung am Beispiel essbarer Städte umfassen Inhaltsanalysen von Planungsdokumenten und Leitfadeninterviews. Im Rahmen der Konzeptvalidierung werden subjektive (z.B. Befragungen) und objektive Bewertungsmethoden (z.B. GIS-Analysen) herangezogen.

Mit der Erreichung der Vorhabensziele wird die Stadtökologieforschung vor allem im Bereich der strategischen Bewertung und Entwicklung grundlegender systematischer Lösungen für eine grüne Stadtentwicklung unter Berücksichtigung der Konzepte der naturbasierten Lösungen, grünen Infrastruktur und Ökosystemleistungen konzeptionell weiterentwickelt. Durch die Fokussierung auf das Beispiel essbarer Städten leistet das Vorhaben zudem einen kritischen wissenschaftlichen sowie gesellschaftsrelevanten Beitrag, indem innovative Begrünungsstrategien für Kommunen reflektiert werden.

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Laufzeit

2017-2019


Kontakt

Dr. Martina Artmann
Projektleitung
Tel.: +49 351 46 79 231
M.Artmann[im]ioer.de

M.Sc. Katharina Sartison
Mitarbeiterin
Tel. +49 351 4679 270
k.sartison[im]ioer.de


Finanzierung

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), GZ: AR 1121/1-1