
Problemstellung
Digitale Werkzeuge für Beteiligung und ko-kreative Stadtplanung bieten großes Potenzial zur Unterstützung nachhaltiger Stadtteilentwicklung, weisen jedoch weiterhin Defizite hinsichtlich Inklusivität, Nutzerfreundlichkeit und praktischer Wirksamkeit auf. Insbesondere ältere Menschen, Personen mit geringer digitaler Affinität oder Sprachbarrieren werden häufig nicht ausreichend erreicht. Gleichzeitig fehlt es an systematischer Forschung und international abgestimmten Ansätzen zur Integration und Bewertung von Gamification, Simulation, 3D-Visualisierung, KI und Geodatenanalysen in transdisziplinären Planungsprozessen. Daraus ergibt sich ein Bedarf an internationaler Vernetzung, um Forschungslücken zu identifizieren, Methoden weiterzuentwickeln und gemeinsame Forschungs- und Transferaktivitäten vorzubereiten.
Ziele
Aufbau und Intensivierung einer dauerhaften deutsch-kanadischen Vernetzung zur gemeinsamen Identifikation von Forschungslücken und zur Vorbereitung gemeinsamer Forschungsanträge und Transferaktivitäten zu digitalen Werkzeugen für ko-kreative Stadtteilentwicklung.
Forschungsfragen des Vorhabens
Welche internationalen Forschungslücken, methodischen Herausforderungen und Praxisbedarfe bestehen hinsichtlich des Einsatzes digitaler Werkzeuge – insbesondere Gamification, Simulation, 3D-Visualisierung, Künstliche Intelligenz und Geodatenanalysen – zur Unterstützung inklusiver und ko-kreativer Stadtteilentwicklung?
Welche methodischen Ansätze und Evaluationskonzepte eignen sich, um die Wirksamkeit, Nutzerfreundlichkeit und Inklusivität dieser digitalen Werkzeuge in transdisziplinären Planungs- und Beteiligungsprozessen zu bewerten und weiterzuentwickeln?
Welche Kooperationsstrukturen, Expert*innennetzwerke und Wissenstransferformate sind erforderlich, um internationale Forschungs- und Innovationsvorhaben zu entwickeln, die identifizierte Forschungslücken adressieren und einen nachhaltigen Transfer in Planungspraxis und Politik ermöglichen?
Methodik
Das Projekt fördert den internationalen Austausch zu digitalen Werkzeugen für eine inklusive und ko-kreative Stadtteilentwicklung. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau nachhaltiger Forschungs- und Praxisnetzwerke, die Identifikation gemeinsamer Forschungsthemen sowie die Entwicklung neuer Kooperationsansätze.
Zu den Aktivitäten gehören ein Auftakt- und Abschlusstreffen, Workshops und Fachgespräche in Deutschland und Kanada, regelmäßige Treffen einer internationalen Expert*innengruppe sowie gemeinsame Austausch- und Vernetzungsveranstaltungen. Darüber hinaus werden wissenschaftliche Publikationen, Konferenzbeiträge und weitere Aktivitäten zum Wissenstransfer vorbereitet.
Die Ergebnisse von Workshops, Expert*innengesprächen und Netzwerkanalysen werden systematisch dokumentiert und ausgewertet. Auf dieser Grundlage entsteht ein Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und Praxis zu digitalen Werkzeugen für Beteiligung und Ko-Kreation. Gleichzeitig werden Perspektiven für zukünftige gemeinsame Forschungs- und Transferprojekte entwickelt.
Angestrebte Ergebnisse und Beitrag zu den Zielen des Forschungsbereiches
Im Rahmen des Projekts entstehen zentrale Bausteine für die Weiterentwicklung des Themenfelds digitale Werkzeuge für ko-kreative Stadtteilentwicklung. Dazu gehört eine gemeinsam erarbeitete Übersicht zum aktuellen Stand von Forschung und Praxis (State of the Art) sowie der Aufbau eines internationalen Expertennetzwerks.
Ein wesentliches Ergebnis ist die gemeinsame Entwicklung neuer Forschungs- und Projektideen, die aus dem internationalen Austausch, Workshops und Fachgesprächen hervorgehen. Diese Ideen dienen als Grundlage für zukünftige Kooperationen und weiterführende Aktivitäten im Bereich digital unterstützter Beteiligungs- und Planungsprozesse. Darüber hinaus werden wissenschaftliche Beiträge, Konferenzbeiträge und praxisnahe Impulse erarbeitet, die zur Sichtbarkeit und Weiterentwicklung des Themenfelds beitragen.
Insgesamt stärkt das Projekt die langfristige Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Partnern und schafft eine stabile Grundlage für zukünftige gemeinsame Initiativen in Forschung, Praxis und Wissenstransfer.