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Forschungsbereich:
Wandel und Management von Landschaften

Mehrwert Natur Osterzgebirge

Ökosystemdienstleistungen erkennen, bewerten und kommunizieren

Die Abschlusskonferenz

fand in deutscher und tschechischer Sprache am 28. November 2014 im Veranstaltungssaal des IÖR statt. Programm, Präsentationen und Broschüre (kleine Version), Web-App zu den 3 Wissenswegen (Lehrpfade unter Einsatz mobiler Technik).

Schwarzbach (Foto: O. Bastian)
Foto Schwarzbach (Autor: O. Bastian)

Hintergrund

Das international hochaktuelle Konzept der Ökosystemdienstleistungen (ÖSD) zielt darauf ab, den vielfachen Nutzen der biologischen Vielfalt und intakter Ökosysteme aufzuzeigen und in marktwirtschaftlich orientierte Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Dadurch besteht die Chance, dass die ökologischen Leistungen bzw. Gratis-Naturkräfte erhalten bleiben und der fortschreitenden Verschlechterung der natürlichen Lebensbedingungen durch Überbeanspruchung entgegen gewirkt wird. Das Konzept vermag Entscheidungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft maßgeblich zu bereichern, indem die Leistungen der Ökosysteme transparent für Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit vermittelt werden. Die Attraktivität des Ökosystemdienstleistungs-Ansatzes fußt auf seinem integrativen, inter- und transdisziplinären Charakter sowie auf der Verbindung von Umwelt- und sozio-ökonomischen Konzepten. Ökosystemdienstleistungen bilden die Schnittstelle zwischen Ökosystemen und menschlichem Wohlbefinden. Die hohe Politikrelevanz von Ökosystemdienstleistungen kommt u.a. im weltweiten Millennium Ecosystem Assessment (2005) sowie in der internationalen TEEB-Studie (The Economics of Ecosystems and Biodiversity - 2010) und in zahlreichen, mittlerweile initiierten nationalen TEEB-Prozessen zum Ausdruck.

Das Untersuchungsgebiet Osterzgebirge ist mit seinen zahlreichen Biotopen bzw. Ökosystemen beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze (u.a. Bergwiesen, Steinrücken, Moore, Wälder unterschiedlichen Natürlichkeitsgrades) besonders geeignet, um Ökosystemdienstleistungen exemplarisch zu erfassen und darzustellen.

Die Projektziele umfassten drei Schwerpunkte:

  1. Erfassung und Bewertung ausgewählter Ökosystemdienstleistungen im Ost-Erzgebirge
  2. Ökonomische und institutionelle Bewertung umweltpolitischer Steuerungsinstrumente sowie des Managements von Ökosystemen
  3. Zielgruppenorientierte Aufbereitung der Ergebnisse, Öffentlichkeitsarbeit/Umweltbildung – unter Einbeziehung neuer Medien

Die Ergebnisse wurden für die Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung beiderseits der Grenze verwendet. Dabei wurden auch neue Wege der Umweltbildung genutzt, wie die Informationsbereitstellung auf mobilen Geräten (Smartphones) oder das Angebot von virtuellen Lehrpfaden und GPS-Geländespielen, um auch Technik-Begeisterte an die Natur heranzuführen.

Wanderungen

Geführte Wanderungen mit Smartphones fanden statt am

  • 26.10.2014 - offizielle Eröffnungswanderung des 3. Wissensweges (tschechische Route): Langer Teich und Naturpark-Kernzone "Zinnwalder Berg"/Jádrová zóna PP Cínovecký hreben
  • 12.10.2014 - offizielle Eröffnungswanderung des 2. Wissensweges (deutsche Route): Geisingberg
  • 1.10. 2014 - im deutsch-tschechischen Untersuchungsgebiet: Černá louka (Schwarze Wiesen), Zinnwald-Georgenfeld
  • 28.9.2014 - offizielle Eröffnungswanderung des 1. Wissensweges (deutsch-tschechische Route): Moldava, Seeheide, Zinnwald-Georgenfeld
  • 23.8.2014 - im deutschen Untersuchungsgebiet: Schellerhau, Georgenfelder Hochmoor
  • 28.6.2014 - im deutschen Untersuchungsgebiet: Gimmlitztal
  • 15.2.2014 - im deutschen Untersuchungsgebiet: Gimmlitztalwiesen
  • 12.10.2013 - entlang des ersten Wissensweges im deutschen Untersuchungsgebiet: Geisingberg
  • 13.9.2013 - im deutsch-tschechischen Untersuchungsraum: 1. Spicak [Petrovice u Chabařovic – CZ] 2. Černá louka [Petrovice u Chabařovic – CZ], 3. Georgenfelder Hochmoor [Zinnwald – D]
  • 11. August 2013 - im deutsch-tschechischen Untersuchungsgebiet von Schellerhau bis U jezera/Seeheide
  • 27. Juni 2013 - Testlauf Geländespiel im Zschoner Grund
  • 15. Juni 2013 - im tschechischen Untersuchungsgebiet Langer Teich und Naturpark-Kernzone "Zinnwalder Berg"/Jádrová zóna PP Cínovecký hreben
  • 20. April 2013 -im deutschen Untersuchungsgebiet Geisingberg,  und  Mehr Informationen zu allen Wanderungen.

EU und Ziel 3

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Laufzeit

07/2012-12/2014

Ansprechpartner IÖR

Dr. Ralf-Uwe Syrbe
(Projektleiter)
Tel. +49(0)351 4679 219
R.Syrbe[im]ioer.de


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Dr. Jan Slavik
Tel. +420 724 939 781
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Förderung

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Untersuchungsgebiet

Projektstruktur

© Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V.