Forschungsbereich:
Wandel und Management von Landschaften

Landschaftsrahmenkonzept "Sächsische Schweiz"

Foto: Stutzriemer
Foto Sächsische Schweiz

Die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz hat das IÖR beauftragt bei der Entwicklung eines Rahmenkonzeptes für das Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz mitzuwirken und den Beteiligungsprozess zu begleiten. Zur Umsetzung von Naturschutzzielen hat sich in allen deutschen Nationalparken das Instrument Nationalparkplan als Standard etabliert. Nationalparkpläne enthalten mittel- bis langfristige, querschnittsorientierte Handlungsrichtlinien für die Umsetzung der Schutzziele und erfüllen damit eine Bindeglied-Funktion zwischen der Rechtsverordnung und der Maßnahmenebene (Pflege- und Entwicklungspläne). Die frühzeitige Beteiligung von Behörden, Institutionen, Verbänden und Einwohnern bei der Erarbeitung dieser Handlungsrichtlinien ist wichtiges Element des Planungsprozesses.

In Ergänzung zum "Nationalpark-Programm" für den Nationalpark (NLP) "Sächsische Schweiz" sollte auch für den übrigen Teil der Nationalparkregion das Landschaftsschutzgebiet (LSG) "Sächsische Schweiz"  die Ausarbeitung eines konzeptionellen Rahmens erfolgen. Ziel des Prozesses war es, die in der Nationalparkregionsverordnung formulierten Schutzziele sowie Ziele und Grundsätze zur Pflege und Entwicklung im LSG zu praktikablen und in der Region akzeptierten Handlungsrichtlinien weiterzuentwickeln. Mit der Erarbeitung des Rahmenkonzeptes wurden darüber hinaus aber noch weitere nach innen und außen gerichtete Ziele verfolgt:

  • Lenkung und Steuerung. Das Rahmenkonzept wird der Nationalparkverwaltung als Richtschnur für die eigene Arbeit dienen, z.B. für fachamtliche Stellungnahmen, für die Projekt- und Maßnahmenplanung, für die Aufstellung zukünftiger Haushalte und für die Öffentlichkeitsarbeit,
  • Vorbereitung der Pflege- und Entwicklungsplanungen,
  • Akzeptanzfindung und -steigerung. Das Verständnis für die Schutzanliegen des LSG "Sächsische Schweiz" und die dadurch notwendig gewordenen Reglementierungen sollten bei Behörden, Vereinen und Verbänden sowie bei den im LSG Lebenden verbessert werden.

Die thematischen Grundlagen des Rahmenkonzeptes wurden durch Arbeitsgruppen generiert.

Die Mitarbeit des IÖR umfasste folgende methodische Aufgaben:

  • Mitwirkung an der Entwicklung der Konzeption des Landschaftsrahmenkonzeptes;
  • Strukturierung und Diskussion der inhaltlichen Aufträge an die Arbeitsgruppen;
  • Moderation der Projektgruppensitzungen;
  • Mitwirkung an der Koordinierung bzw. inhaltliche Abstimmung mit und zwischen den Arbeitsgruppen;
  • Leitung der Arbeitsgruppe Kulturlandschaft.

Bei der Lösung dieser Aufgaben arbeitete das IÖR eng mit der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz zusammen.

Aus wissenschaftlicher Perspektive stand die Frage im Vordergrund, wie das Management von geschützten Landschaften durchgeführt werden kann, wie die Akteure (insbesondere Kommunalpolitik, Verwaltungen, Landnutzer, Interessengruppen, Naturschutzverbände) besser eingebunden werden können und insgesamt ein möglichst guter Umweltzustand erreicht werden kann.

www.ioer.de

Laufzeit

09/2009 - 12/2011

 

Ansprechpartner

Dr. rer. nat. Peter Wirth

Tel. +49 (0) 351-46 79 234
P.Wirth[im]ioer.de