Forschungsbereich:
Monitoring der Siedlungs- und Freiraumentwicklung

Monitoringsystem der demographischen Entwicklung in den Kommunen der Stadt-Umland-Region Dresden

Schematischer Aufbau des Monitoringsystems

Die demographischen Veränderungen stellen sowohl die Landes- als auch die Stadt- und Regionalpolitik vor große Herausforderungen. Diese Veränderungen wirken sich auf fast alle gesellschaftlichen Bereiche aus und haben entscheidende Konsequenzen für die Familienpolitik, das Bildungswesen, die Raum/Bauleitplanung, die Erwerbstätigkeit, das System sozialer Sicherung und vieles mehr. Die Regionalplanung und -politik ist deshalb daran interessiert, die konkreten Bedingungen in der Region genau zu analysieren und die demographischen Entwicklungen in den einzelnen Gemeinden der Region detailliert zu prognostizieren. So sind kleinräumige Analysen und Prognosen auch für jede einzelne Kommune von großer Bedeutung, um Aussagen über die Anzahl, Struktur, räumlicher Verteilung und Entwicklung der Bevölkerung zu erhalten.

Die Methode zum Aufbau eines solchen Monitorings bestand in der Entwicklung eines Indikatorenbündels, das die grundlegenden Aspekte und Zusammenhänge der demographischen Entwicklung für die Kommunen der Stadt-Umland-Region Dresden in aussagekräftigen Kennziffern zusammenfasst. Dieses Indikatorensystem soll jährlich fortgeschrieben werden.

Zu den allgemeinen Prüfkriterien, die bei der Auswahl der Indikatoren zur Anwendung gebracht wurden, zählen die zeitnahe und regelmäßige Verfügbarkeit der vorhandenen Daten sowie die räumliche Ebene auf der die Daten zur Verfügung stehen. Nach Sichtung der vorhandenen und verfügbaren Datenbestände wurden geeignete Indikatoren ausgewählt. Zur Abbildung der demographischen Entwicklung in den Kommunen der Stadt-Umland-Region Dresden wurden somit vier Beobachtungsdimensionen mit insgesamt 70 Indikatoren betrachtet:

  • Bevölkerungsentwicklung
  • Bevölkerungsstruktur
  • Sozioökonomische Indikatoren
  • Wohnungswirtschaftliche Indikatoren

Die nach Dimensionen  gegliederten Indikatoren wurden in Zeitreihen aufbereitet und enthalten Gegenüberstellungen zum jeweiligen Vorjahr bzw. es wurden Veränderungen in zwei 5-Jahres-Zeiträumen (1998 bis 2003 und 2003 bis 2008) dargestellt, zur Identifizierung von Trends. Die aufgezeigten Trends in der jeweiligen Kommune wurden den Trends in der gesamten Stadt-Umland-Region Dresden als Vergleich gegenübergestellt.

Darüber hinaus sieht das Monitoring auch einen Abgleich mit der Bevölkerungsprognose vor, die das IÖR in Form von zwei Szenarien ermittelt hat und die mögliche Entwicklungen der Einwohnerzahl und -struktur für die jeweiligen Kommunen der Stadt-Umland-Region Dresden bis zum Jahr 2021 aufzeigt. Ausgangspunkt der Prognosen war der Bevölkerungsstand zum 31.12.2006. Mit den Informationen aus dem Monitoring sowie aus dem Abgleich der Ist-Entwicklung mit der Prognose sollen in regelmäßigen Abständen - aller zwei bis drei Jahre - die Bevölkerungsprognosen für die Kommunen fortgeschrieben werden.

www.ioer.de

Laufzeit

05/2009 - 11/2009

 

Drittmittel

Stadt Dresden,

Stadt-Umland-Region Dresden