Forschungsbereich:
Wandel und Management von Landschaften

Grenzüberschreitendes IKZM

Rechtliche, raumplanerische und grenzüberschreitende Aspekte eines Integrierten Küstenzonenmanagements in der Odermündungsregion

Das IÖR bearbeitete im Projekt "Forschung für ein integriertes Küstenzonenmanagement in der Odermündungsregion (IKZM-Oder)" rechtliche, raumplanerische und grenzüberschreitende Aspekte eines integrierten Managements im deutsch-polnischen Odermündungsgebiet. Das komplexe Gefüge von rechtlichen Vorschriften, Verwaltungsstrukturen und Planungsinstrumenten wurd unter den besonderen Bedingungen eines Grenzraumes untersucht. Die Schwerpunkte der Forschung bildeten:

1. Untersuchung von IKZM-relevanten Rechts- und Verwaltungsstrukturen in Deutschland und Polen mit Bezug zur europäischen Rahmengesetzgebung

Grundlage der Analyse der Rechts- und Verwaltungsstrukturen war Kapitel III der EU-Empfehlung des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2002 zur Umsetzung einer Strategie für ein integriertes Management der Küstengebiete in Europa (2002/413/EG). Anhand der Untersuchung konnten Charakteristika der deutschen und polnischen Rechts- und Verwaltungsstruktur aufgezeigt und Unterschiede zwischen beiden festgestellt werden. Der föderalistischen Staatsstruktur in Deutschland steht der polnische Einheitsstaat mit abweichenden Planungszuständigkeiten gegenüber, was ein IKZM in der Region erschweren kann.

2. Analyse der polnischen und deutschen Raumplanungssysteme

Ein IKZM in der Odermündungsregion erfordert eine Integration in beide raumplanerische Systeme, die im Vergleich Gemeinsamkeiten wie auch Ungleichheiten aufgewiesen haben.

3. Untersuchung grenzüberschreitender Aspekte im Untersuchungsraum der Odermündung im Hinblick auf den EVTZ

Zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Kooperation wurde die Möglichkeit geschaffen, Europäische Verbünde für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) zu gründen. Die Hauptaufgaben dieser Verbünde sind die Erleichterung und Förderung der territorialen Zusammenarbeit zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts. Darunter fallen insbesondere:

  • Durchführung der durch die Gemeinschaft kofinanzierten Programme oder Projekte für territoriale Zusammenarbeit (spez. EFRE).
  • Sonstige spezifische Maßnahmen territorialer Zusammenarbeit allein auf Initiative der Mitglieder mit oder ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft.
www.ioer.de

Laufzeit

03/2008-04/2010

Ansprechpartner

Prof. Gerold Janssen

Tel.: 0351 4679 217
G.Jansen[im]ioer.de

Drittmittel

Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

Kooperationspartner

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH

Hochschule Neubrandenburg, Landschaftsarchitektur und Umweltplanung

Universität Greifswald, Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie

Universität Rostock, Ostseeinstitut für Seerecht und Umweltrecht

Leibniz-Institut für Gewässerökologie u. Binnenfischerei

Institut für Angewandte Ökologie GmbH

ARCADIS Consult GmbH