Forschungsschwerpunkt:

Ressourceneffizienz von Siedlungsstrukturen

Charakterisierung Ökoeffizienz

Multiskale und multidimensionale Charakterisierung der Ökoeffizienz von Siedlungsstrukturen

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Seit vielen Jahren ist die Ökoeffizienz von Produkten und Unternehmen Gegenstand intensiver Forschungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsdiskussion. Modellhafte Berechnungen der Ökoeffizienz von Siedlungsstrukturen erfordern methodische Beiträge zur integrierten und komplexen Modellierung. Durch menschliche Aktivitäten wie Arbeiten, Wohnen, Freizeit und Mobilität werden konkrete Stoffströme in Gang gesetzt, welche auf und zwischen verschiedenen raumzeitlichen Maßstabebenen stattfinden. Empirische Untersuchungen über die Auswirkungen von Stadtstrukturen auf Stoffströme sind noch selten.

Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von Grundlagen, um die Ökoeffizienz von Sied-lungsstrukturen modelltheoretisch zu strukturieren und in Form eines multiskalen und multidimensionalen Modells analytisch abzubilden. Der Modellzweck besteht darin, anhand der im Programmbereich definierten Indikatoren die Ökoeffizienz von Siedlungsstrukturen auf unterschiedlichen Raumebenen (Skalen: mikro, meso, makro) zu quantifizieren. Die theoretische Fundierung begründet, welche Stoffströme und Indikatoren (Stofflager, Flächenverbrauch, Energieverbrauch, Kosten, Emissionen sowie ökologische oder sozioökonomische Kenngrößen usw.) ausgewählt und näher untersucht werden. Für ausgewählte deutsche kreisfreie Städte sind die Indikatoren zu berechnen.

Auf der Basis berechneter Indikatoren und bekannter siedlungsstruktureller Kenngrößen (Stadtgröße, Bodenversiegelungsgrad, Flächennutzungsproportionen, Grünflächenanteil, Grünvolumen, Kompaktheitsgrad, Vernetzungsgrad, Dichte, sozioökonomische Kenngrößen) wird untersucht, welche Eigenschaften und welches Ordnungsgefüge (Raummuster, urban pattern) eine effiziente Stadtstruktur kennzeichnen.

Die Abbildung der Stoffströme und Quantifizierung der Indikatoren basiert auf der Modifizierung und Kombination verschiedener Methoden und Ansätze, u. a. statistische multiskale Modellierung, Stoffflussanalyse, Clusteranalysen zur Bildung idealtypischer Referenzen, multinomial logistische Regressionen, GIS-Analysen und das Konzept "Zelluläre Modellierung".

Nach einer Projektlaufzeit von 12 Monaten werden in einem Bericht die wesentlichen Modellelemente dargestellt. Auf dieser Basis wird entschieden, in welcher Art und Weise und in welchem Umfang das Projekt weitergeführt wird.

www.ioer.de

Laufzeit

04/2006-04/2008

Ansprechpartner

Prof. Dipl.-Ing. Arch.
Clemens Deilmann

Tel. + 49 (0)351 4679 251
C.Deilmann[im]ioer.de

Kooperationspartner

Universität Rostock, AUF, Professur für Geodäsie und Geoinformatik

Forschungsuniversität Karlsruhe, Institut für Industrielle Bauproduktion

HTW Dresden, Professur für Programmierungstechnik