Forschungsbereich:
Ressourceneffizienz von Siedlungsstrukturen

Beheizte Nichtwohngebäude

Typologie und Bestand beheizter Nichtwohngebäude in Deutschland

Grafik: IÖR

Die Datenlage im Bereich des Bestands beheizter Nichtwohngebäude ist in Deutschland generell als unzureichend einzuschätzen. Es fehlen gesicherte Angaben zur Anzahl der vorhandenen Nichtwohngebäude, aber auch Kenntnisse über die Strukturierung der unterschiedlichen Gebäudetypen sowie Einschätzungen zu den überwiegend verwendeten Baukonstruktionen und der technischen Gebäudeausrüstung. Diese bestehenden Defizite sollten im Rahmen des vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Forschungsprogramm "Zukunft Bau" geförderten Projektes "Typologie und Bestand beheizter Nichtwohngebäude in Deutschland" beseitigt werden. Das Projekt wurde im August begonnen und erstreckte sich über eine Laufzeit von neun Monaten. In die Projektarbeiten integriert war ein Ingenieurbüro aus der Praxis (Ingenieurbüro Petereit, Göldenitz).

Gegenstand der Untersuchungen war der Bestand an beheizten Nichtwohngebäuden, der für die Energie-Einspar-Verordnung relevant ist. Ein Projektziel war die Entwicklung einer Typologie für den beheizten Nichtwohngebäudebestand. Dabei fanden vor allem die Gebäudenutzung, die Bauweise und die Baukonstruktion, die Gebäudetechnik sowie das Baualter Berücksichtigung. Im Ergebnis wurden für ausgewählte Gebäudetypenvertreter neben einer grafischen Darstellung Daten zur Gebäudegeometrie, zur Baukonstruktion sowie zur Haustechnik aufbereitet und dokumentiert. Zweites Ziel des Projektes war die mengenmäßige Erfassung des beheizten Nichtwohngebäudebestandes. Im Rahmen unterschiedlicher Schätzverfahren wurde eine Annäherung an die Menge der tatsächlich vorhandenen Nichtwohngebäude erzielt. Drei unterschiedliche Methoden (zum Teil in verschiedenen Varianten) kamen dabei zum Einsatz: geografische Informationssysteme (ATKIS/ALKIS), städtebauliche Richtwerte und amtliche Statistiken.

Vor dem Hintergrund der politischen Forderung nach energie- und ressourceneffizienten Bauwerken kommt diesem Projekt in der Identifizierung der Minderungspotenzialen eine große Bedeutung zu.