Forschungsbereich:
Ressourceneffizienz von Siedlungsstrukturen

Longlife

Auswertung existierender Bewertungsansätze und Entwurf eines transnationalen Kommunikations- und Bewertungskonzeptes für nachhaltigen Wohnungsbau

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Die Expertise erfolgt im Rahmen des Interreg IVB Baltic Sea Region Projektes "Longlife - Sustainable, energy efficient and resource saving, residential buildings with consideration of unified procedures and new and adapted technologies". Die Gesamtleitung des Projektes liegt beim Fachgebiet Tragwerksentwurf und -konstruktion des Instituts für Architektur der Technischen Universität Berlin, Prof. Dr.-Ing. Klaus Rückert. Das Projekt hat das grundsätzliche Ziel, gute Beispiele für energiesparende nachhaltige Bauweisen in den Partnerländern zu identifizieren und transnationale Standards für die Planung, Genehmigung und Ausschreibung zur Erleichterung grenzüberschreitender ökonomischer Zusammenarbeit zu entwickeln, sowie diese Standards anhand von Pilotprojekten zu erproben.

Dabei ist allerdings die Definition und Einschätzung nachhaltiger Qualitäten aufgrund der Komplexität des Systems und Produktes "Gebäude" schon für Experten schwierig und für die beteiligten "Laien" (Bauherren, Käufer, Mieter, Finanzierer etc.) aus direkter Anschauung praktisch unmöglich.

Besonders anerkennenswerte innovative Leistungen im Bauwesen lassen sich deshalb häufig auf einem Markt, der durch eine wachsende Zahl von Phantasieangaben und -auszeichnungen gekennzeichnet ist, nicht genügend abheben. Zur Förderung qualitätvollen und ernsthaft am Leitbild der Nachhaltigkeit orientierten Bauens kommt es deshalb zunächst darauf an, die Wahrnehmbarkeit beispielhafter Leistungen zu verbessern und dargestellte Qualitäten zu objektivieren. Genau darauf zielen verschiedene nationale und internationale Zertifizierungsansätze für ökologisches bzw. nachhaltiges Bauen wie BREEAM (GB), LEED (USA) oder das deutsche DGNB-Gütesiegel sowie Initiativen auf europäischer Ebene, wie das "Lense-Building" Projekt.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die hier vorgestellte Expertise zunächst der Recherche, Darstellung und Auswertung international existierender bedeutsamer Zertifizierungs-Instrumente für nachhaltiges Bauen (Wohnungsbau). Dabei wird insbesondere auch die Diskussion und Situation in den Projektländern Dänemark, Deutschland, Litauen, Polen und Russland untersucht. Bei der Analyse der existierenden Ansätze geht es sowohl um inhaltliche Fragen (Kriterienkataloge) wie um konzeptionelle, organisatorische und institutionelle Aspekte

Im nächsten Schritt geht es dann um die Ableitung von Vorschlägen für eine Rahmenkonzeption und mögliche Umsetzung eines Bewertungsansatzes für nachhaltiges Bauen im Rahmen des Projektes Longlife. Dabei sind auch Anknüpfungspunkte zu der angestrebten "Baltic Sea Housing Development Association" (BASHDA) darzustellen, die z.B. Träger eines Zertifizierungs-Ansatzes sein könnte.

www.ioer.de

Laufzeit

02/2010 - 09/2010

 

Ansprechpartner

Dipl.-Soz.
Andreas Blum

Tel. +49 (0)351 46 79 245
A.Blum[im]ioer.de

Drittmittel

EU -  INTERREG IVB