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12.06.2008

10 Jahre erfolgreicher Austausch zwischen Dresden und Columbus

Teilnehmer des Austauschs zwischen Dresden und Columbus bei einer Exkursion in Dresden

Mehr als 250 Teilnehmer, ein Preis für exzellente Lehre und jede Menge Erfahrungsaustausch: In diesem Jahr feiert das Austauschprogramm ?Nachhaltige Entwicklung von Stadtregionen? zwischen TU Dresden, dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und der Ohio State University sein 10-jähriges Jubiläum.

Ins Leben gerufen wurde der Austausch Mitte der neunziger Jahre von Bernhard Müller, Direktor des IÖR und Professor an der TU Dresden. Die Idee: Studenten der Raum- und Planungswissenschaften aus Dresden und von der Ohio State University erhalten durch ein Austauschprogramm einen Einblick in die Planungspraxis auf der jeweils anderen Seite des Atlantiks. Um den Studenten einen optimalen Einblick zu gewähren, holte Müller auch die Stadtverwaltungen der sächsischen Landeshauptstadt und ihrer US-amerikanischen Partnerstadt Columbus ins Boot. In Kooperation mit ihnen findet der Austausch nun schon seit zehn Jahren einmal jährlich statt. Im Mittelpunkt jedes Austauschs steht ein aktuelles Thema der nachhaltigen Stadtentwicklung in Dresden und Columbus.

1998 startete der Austausch noch mit jeweils einem Studenten aus Columbus und einem aus Dresden. Mittlerweile hat er sich zu einem erfolgreichen Kooperationsprojekt entwickelt, an dem bisher über 250 Studenten teilgenommen haben. Reurbanisierungsprozesse in Dresden und Columbus, Wohnumfeldverbesserung, innerstädtische Verkehrsentwicklung ? in den vergangenen Jahren wurde kaum ein wichtiges Stadtentwicklungsthema ausgelassen. Im Jubiläumsjahr 2008 erörtern die Studenten die neuen Herausforderungen für die Stadtentwicklung: Wie gelingt es Dresden und anderen Städten mit dem Klimawandel, demographischen Veränderungen sowie wirtschaftlichen und sozialen Problemen umzugehen? Neben Besichtigungen und Expertenbefragungen in Dresden stehen auch Exkursionen nach Berlin und Görlitz auf dem Programm.

Nicht nur der Austausch selbst ist für viele Studenten eine Bereicherung in ihrem Studium. Durch das Programm ergaben sich auch immer wieder Praktika, Diplomarbeitsthemen und sogar eine Doktorarbeit. Viele der ehemaligen Teilnehmer sind heute in Arbeitsbereichen tätig, in denen sie von den Erfahrungen mit der Planungspraxis in den USA bzw. in Deutschland profitieren. Das Programm wurde daher auch ausgezeichnet: Im Jahr 2006 erhielt es einen europäischen Preis für exzellente Lehre.