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Vom Projekt zum Netzwerk - Zusammenarbeit europäischer Bergbauregionen bekräftigt

19. Oktober 2006

Welche Zukunftsperspektiven haben ehemalige Bergbaustandorte? Wie kann die Wettbewerbsfähigkeit von Bergbaustädten verbessert werden? Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) erarbeitet seit Dezember 2003 in dem Kooperationsprojekt READY gemeinsam mit 21 Partnern aus sechs europäischen Ländern Strategien zur Sanierung und Entwicklung von Bergbauregionen. Am 25. und 26. Oktober werden die Projektpartner in einem abschließenden Workshop in Zwickau Bilanz ziehen und die Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellen.

Gastgeber des Workshops ist Dietmar Vettermann, Oberbürgermeister der Stadt Zwickau. Die ehemalige Steinkohlenstadt Zwickau ist eine von insgesamt 17 am Projekt beteiligten Bergbaukommunen. Im Rahmen von READY entwickelte die Stadt Konzepte für den Strukturwandel. Beispiele dafür sind die Förderung des Bergbautourismus und die Nachnutzung der Schachtanlage Martin Hoop. Den Projektpartnern aus Deutschland, Italien, Österreich, Rumänien, der Slowakei und Tschechien dient der Workshop nun als Forum, diese und andere Entwicklungsideen zu diskutieren und Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit zu beraten. Da das mit EU-Mitteln geförderte Projekt READY Ende 2006 ausläuft, stehen nun Projektideen für die neue Förderperiode 2007 auf dem Prüfstand. In ihnen wird es verstärkt um die Umsetzung der bisher erstellten Konzepte gehen.

"Die erfolgreiche Zusammenarbeit der Projektpartner soll auch in Zukunft fortgesetzt werden, um die Chancen für einstige Bergbauzentren im Strukturwandel zu erhöhen", sagt Dr. Peter Wirth, Projektleiter des Bereiches Regionalentwicklung am IÖR. "Das im Rahmen des Projektes gegründete Netzwerk Mittel- und Osteuropäischer Bergbaustädte MINEC bildet dafür die Grundlage." Schwerpunkte der Arbeit des Netzwerkes sollen dann Themen wie Nutzung regenerativer Energien (Erdwärme), Bergbautourismus sowie Landschafts- und Stadtentwicklung sein.

READY steht für "Rehabilitation and Development in Mining Regions" und ist aus Sicht der Begleitforschung die größte vergleichende Fallstudie über Bergbau-Regionen. Das Kooperationsprojekt hat einen Gesamtumfang von etwa 2,2 Millionen Euro; 1,5 Millionen Euro kommen von der Europäischen Union.