Sie befinden sich hier: Presse/Pressearchiv ab 2017/

EU-Forschungskommissar Busquin informiert in Dresden über die europäische Hochwasserforschung

12. Oktober 2003

Bereits ein Jahr nach dem verheerenden Hochwasser im August 2002 geht von Dresden ein Signal für die Hochwasserforschung in Europa aus. Die Europäische Kommission stellt am 13. Oktober 2003 bei einem internationalen Medien Event aktuelle Ergebnisse zum Thema ?Europäische Hochwasserforschung für bessere Vorhersage und Managementlösungen? vor. Höhepunkt wird eine Ansprache des EU-Kommissars für Forschung Philippe Busquin und die anschließende gemeinsame Pressekonferenz mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt sein.

Die Veranstaltung wird vom Dresden Flood Research Center (Hochwasserforschungszentrum Dresden) organisiert. Dieses virtuelle Zentrum war auf Initiative des Sächsischen Staatsministers Matthias Rößler im Dezember 2002 gegründet worden. Seine Aufgabe besteht in der Vernetzung derjenigen Forschungseinrichtungen in Sachsen, die sich mit Fragen der Hochwasserforschung befassen. Auf diese Weise sollen die zahlreichen Faktoren bei der Entstehung von Hochwasser und Hochwasserschäden in aufeinander abgestimmten Forschungsansätzen untersucht werden. Hierbei wird auf die Einbeziehung der Betroffenen und der Entscheidungsträger besonderer Wert gelegt.

Bei der Ausschreibung des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU hatte sich das Dresdner Zentrum als zweitgrößter Partner eines europäischen Konsortiums erfolgreich beteiligt. Ab Ende 2003 sind deshalb von der Europäischen Kommission über 5 Jahre erhebliche finanzielle Zuwendungen in Aussicht gestellt worden. Im Mittelpunkt der Forschung werden neue Methoden zur Verminderung der Hochwasserrisiken stehen. Von großer Bedeutung ist dabei auch der Austausch der Erkenntnisse aus verschiedenen Fluss- und Küstengebieten Europas. Für das Dresdner Zentrum ist diesbezüglich die Ausweitung der Zusammenarbeit innerhalb des Einzugsgebietes der Elbe ein wichtiger Aspekt. Dies betrifft Kollegen sowohl aus anderen deutschen Bundesländern als auch der Republik Tschechien.

Die Veranstaltung der EU ist für das Dresden Flood Research Center eine Bestätigung in der bisherigen Bemühung um eine Stärkung der Vernetzung der europäischen Forschung. Der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Bernhard Müller betont im Vorfeld: ?Mit dieser Veranstaltung gelingt es uns die Einbindung des Forschungsstandorts Dresden in den europäischen Forschungsraum international deutlich zu machen. Mit den bevorstehenden Aufgaben wollen wir hierzu auch weiterhin einen erheblichen Beitrag leisten. Die Resultate unserer Forschung sollen der Bevölkerung in Sachsen sowie in anderen Regionen Europas zur Verringerung der Hochwasserrisiken zugute kommen.? (www.Dresden-FRC.de)