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Programm der TU Dresden europaweit spitze: AESOP-Preis für langjähriges Kooperationsprojekt

Studenten der Ohio State University und der TU DResden während während einer Studienexkursion in Dresden
Foto Studentengruppe

21. September 2006

Das Projekt ?Nachhaltige Entwicklung von Stadtregionen in Deutschland und den USA? ist mit dem ?2006 Prize for Excellence in Teaching? der Association of European Schools of Planning (AESOP) ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung nahm Professor Bernhard Müller, Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Leiter des Lehrstuhls für Raumentwicklung der Technischen Universität Dresden, auf dem World Planning Schools Congress in Mexiko City im Sommer 2006 entgegen. Die seit 1997 bestehende Zusammenarbeit der TU Dresden und der Ohio State University in Columbus (USA) erhielt die hochrangige internationale Anerkennung für ihren innovativen Ansatz. Das IÖR ist seit vielen Jahren Partner des Projekts.

Die Jury fand das Kooperationsprojekt exzellent, da es Fragen der nachhaltigen Entwicklung am Beispiel von zwei Städten auf unterschiedlichen Kontinenten und unter Einbindung des Fachdiskurses in Deutschland und den USA betrachtet. Die teilnehmenden Studierenden der beiden Universitäten, die aus unterschiedlichen Fachdisziplinen kommen, stehen von Anfang an in engem Kontakt und erarbeiten alle wichtigen Meilensteine des Projekts gemeinsam. Videokonferenzen ermöglichen den gezielten Austausch auch im Vorfeld und zwischen den beiden Studienexkursionen nach Dresden und Columbus, die ebenfalls Bestandteil des Programms sind. Schließlich ist die Praxisnähe des Projekts zu betonen. Neben dem IÖR sind die Planungsämter der beiden Stadtverwaltungen von Dresden und Columbus eingebunden. Sie garantieren, dass sich die Ausbildung auf die Analyse von realen Entwicklungen bezieht und die Teilnehmer von Erfahrungen im Umgang mit aktuellen Problemen profitieren.

Die Kooperation mit der Ohio State University beschränkt sich aber nicht auf den studentischen Austausch. In den vergangenen Jahren sind aus der Zusammenarbeit immer wieder gemeinsame Vorhaben entstanden, die den Diskurs etwa zu Fragen der Suburbanisierung oder der Entwicklung von altindustrialisierten Regionen in beiden Ländern belebt haben. So widmete sich unlängst eine Konferenz dem Thema ?Neue Herausforderungen für die Stadtentwicklung in Deutschland und den USA?. Die Veranstaltung an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis deckte Parallelen der Stadtentwicklung zu Beginn des 21. Jahrhunderts in beiden Ländern auf. Der demographische Wandel läuft zwar unterschiedlich ab, doch erfordert er Reaktionen aus Politik und Planung, die in vielfältiger Weise vergleichbar sind. Beispielsweise ist die Frage des Umgangs mit innerstädtischen Brachflächen ein Punkt, der die deutsche und US amerikanische Diskussion verbindet. In beiden Ländern geht es darum, Bedürfnisse der Bevölkerung nach einer hohen Wohn- und Lebensqualität im innerstädtischen Raum zu befriedigen, um Brachen einer neuen Nutzung zuführen zu können.

Weitere Informationen:
Dipl.-Geogr. Andreas Otto
Tel.: +49 (351) 46 79 278