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LUDA: Europäisches Forschungsprojekt zur Verbesserung der Lebensqualität in großen städtischen Problemgebieten

27. April 2004

Durch Deindustrialisierung, Wegzug wohlhabender Bevölkerungsschichten, Wohnungsleerstand, Verfall und Vandalismus sind in zahlreichen europäischen Städten große Flächen mit erheblichen ökologischen, ökonomischen, sozialen und städtebaulichen Problemen entstanden. Das europaweite Projekt LUDA (Large Urban Distressed Areas) unter Leitung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) untersucht diese Problemgebiete. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Methoden und Instrumente aufzuzeigen, mit denen die Lebensqualität in diesen Gebieten verbessert werden kann.

LUDA verbindet zehn Forschungseinrichtungen und sechs Städte in insgesamt neun europäischen Ländern. Die Methoden und Instrumente werden in den Partnerstädten Bratislava, Dresden, Edinburgh, Florenz, Lissabon und Valencienes getestet sowie in zwölf Referenzstädten untersucht. Damit wird ein Netzwerk europäischer Städte als Grundlage für einen gegenseitigen Lernprozess geschaffen. Das Projekt LUDA läuft bis Januar 2006. Es wird von der Europäischen Union mit ca. 2,5 Mio. Euro gefördert.

Dresden nimmt am Projekt mit dem Weißeritzgebiet und den angrenzenden gründerzeitlichen Bebauungen von Löbtau mit ehemaligen Industrieansiedlungen und Bahnbereichen teil. Das IÖR unterstützt die Stadtverwaltung durch wissenschaftliche Grundlagen und den Austausch mit den Projektpartnern.

Das Projekt will konkrete Entscheidungshilfen für Stadtverwaltungen vorbereiten, die darlegen, wie ein Prozess der Sanierung unter Berücksichtigung der komplexen wirtschaftlichen, sozialen und ökonomischen Probleme begonnen werden kann. Der Austausch von lokalen Organisationen, Unternehmern und interessierten Bürgern ist dabei von Anfang an ein zentrales Anliegen des Projekts.

Ansprechpartner zum Projekt:
Prof. Bernhard Müller,