Sie befinden sich hier: Presse/Pressearchiv ab 2017/

Dresdner Raumwissenschaftler erhält Auszeichnung in der Slowakei

10. März 2004

Für seine Verdienste auf dem Gebiet der ökologisch orientierten Raumentwicklung und seiner Förderung des wissenschaftlichen Austausches zwischen der Slowakischen Technischen Universität (STU) und der Technischen Universität Dresden (TUD) sowie dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) wurde Prof. Dr. Bernhard Müller die Ehrendoktorwürde verliehen.

Prof. Müller ist Inhaber des Lehrstuhls für Raumentwicklung an der TU Dresden sowie Direktor des IÖR. Die Zeremonie fand am 5. März 2004 in Anwesenheit zahlreicher Würdenträgern der Slowakischen Technischen Universität Bratislava statt.

Besondere Bedeutung erhält die Auszeichnung angesichts der Erweiterung der Europäischen Union am 1. Mai 2004. Der Beitritt der zehn neuen Staaten ? so auch der Slowakischen Republik ? bietet die Chance, den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in Europa zu fördern und die Ungleichgewichte zwischen den Regionen und Staaten in Europa zu verringern.

Die Raumwissenschaften nehmen dabei eine zentrale Rolle ein, da sie sich insbesondere mit dem ?Wie?? der räumlichen Entwicklungsprozesse beschäftigen. Dazu gehören die Grundlagenforschung, die Bereitstellung von Umweltdaten, die Beratung von Planungs- sowie von Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen. Diese Beiträge sind von herausragender Bedeutung für eine umwelt- und sozialgerechte Entwicklung in Europa.

Meilensteine der gemeinsamen Forschung und Kooperation zwischen der STU, der TUD und dem IÖR sind die Etablierung des ?Mittel- und Osteuropäischen Netzwerkes raumwissenschaftlicher Einrichtungen?, die ?Leipziger Erklärung zur Zukunft altindustrialisierter Städte und Regionen in Mittel- und Osteuropa? sowie eine Reihe von internationalen Projektkooperationen.

Die Verleihung der Ehrendoktorwürde ist Ausdruck einer über viele Jahre gewachsenen, vertrauensvollen Zusammenarbeit. Sie ist außerdem Ausdruck für den zunehmenden Stellenwert einer international orientierten Forschung über kulturelle und nationale Grenzen hinweg ? ganz im Sinne des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU, welches die Schaffung eines einheitlichen europäischen Forschungsraums zum Ziel hat. Sie ist aber auch eine Verpflichtung, die Kooperation in Forschung und Lehre im Sinne einer ökologisch orientierten Raumentwicklung zu verstärken und den wissenschaftlichen Nachwuchs dabei zu fördern.