Sie befinden sich hier: Presse/Pressearchiv ab 2017/

ÖKOPROFIT in Sachsen zieht eine positive Zwischenbilanz

24.01.2007

Umweltschutzmaßnahmen im Unternehmen durchsetzen und dabei gleichzeitig Betriebskosten reduzieren ? ist das möglich? Ja, urteilen die Stadt Dresden und die Kreisentwicklungsgesellschaft Löbau-Zittau, Träger der beiden sächsischen Ökoprofit-Pilotprojekte. Bei ihrem Treffen am 24. Januar 2007 in Dresden, an dem auch Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft beteiligt waren, zogen die Projektträger gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Hilbert eine eindeutig positive Zwischenbilanz. Sie empfahlen in einer gemeinsamen Erklärung die Durchführung weiterer Ökoprofit-Projekte in sächsischen Städten und Landkreisen.

?Ökoprofit ist ein Umweltmanagementprojekt, das sich insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen eignet. Mit Ökoprofit fördern wir auch die Wettbewerbsfähigkeit gerade der klein- und mittelständischen Unternehmen in unserer Region, die unternehmerisches Handeln mit Umweltschutz verbinden?, betonte Dirk Hilbert. Die Unternehmen sollen zur Einführung eines betrieblichen Umweltmanagements motiviert und schrittweise angeleitet werden. Workshops und individuelle Beratungen unter Anleitung von Umweltberatern zu Energie, Abfall, Gefahrstoffen, Wasser und anderen umweltrelevanten Themen versetzen die Unternehmen in die Lage, ihre Einsparpotenziale bei Ressourcen und Betriebskosten zu erkennen. Das Besondere an Ökoprofit: Es ist ein pragmatischer Umweltmanagementansatz ohne hohe bürokratische Hürden, was die insgesamt 32 Betriebe, die bisher an den einjährigen Pilotprojekten in Dresden und im Landkreis Löbau-Zittau teilnehmen, sehr schätzen. ?Für Städte und Regionen ist Ökoprofit damit ein effektives Instrument, um eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen?, erläutert Dr. Gerd Lintz vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), welches das Projekt in Dresden wissenschaftlich begleitet.

Das Dresdner Pilotprojekt führt die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Dresden, dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung sowie dem Ingenieurbüro Gertec durch. Das Umweltberater-Konsortium setzt sich aus Beratern der GICON Großmann Ingenieur Consult GmbH Dresden, dem IRIS e. V. Institut für Ressourcenschonung, Innovation und Sustainability an der FHW Berlin und der F.U.C.S. GmbH Fördermittel- und Unternehmens Consulting/Service aus Zschopau zusammen. Am Standort Löbau-Zittau wird Ökoprofit von der Kreisentwicklungsgesellschaft Löbau-Zittau mbH in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Löbau-Zittau sowie der Industrie- und Handelskammer Dresden koordiniert. Die fachliche Umsetzung gewährleistet ein Beraterkonsortium, bestehend aus dem Ingenieurbüro für Umwelt- und Energietechnologie Jena, dem EQU-Ingenieurbüro für Energie, Qualität und Umwelt, der NETSCI Prof. Dr. Kramer GmbH Jonsdorf und der  Ingenieurgesellschaft für Datenverarbeitung und Umweltschutz mbH Zittau.

Ökoprofit trägt zu einer Verbesserung der Umweltsituation in der Region, zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der ortsansässigen Unternehmen und zum Aufbau lokaler Netzwerke bei. Ökoprofit wurde zu Beginn der 1990er Jahre in Graz entwickelt und bereits in etwa 60 deutschen Städten erfolgreich durchgeführt. Das Projekt Ökoprofit Dresden wird im Rahmen des INTERREG III C-Projektes ?enercy? regio? durchgeführt und vom Freistaat Sachsen und der Europäischen Union unterstützt.