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10 Jahre raumwissenschaftliche Leibniz-Institute

26. Februar 2002

Mit einer gemeinsamen Festveranstaltung im gerade wiedereröffneten historischen Palais in Dresden feiern rund 200 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft das zehnjährige Gründungsjubiläum der drei raumwissenschaftlichen Leibniz-Institute. Prof. Hans-Olaf Henkel, Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz und Dr. Ernst-Hasso Ritter, Präsident der Akademie für Raumforschung und Landesplanung diskutieren auf dem Podium gemeinsam mit den drei Institutsdirektoren vor dem Hintergrund der Entwicklung der letzten Dekade die zukünftigen Fragestellungen für die Raumwissenschaften.


Die drei raumwissenschaftlichen Forschungsinstitute ? Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden, Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) in Erkner und das Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig - sind Einrichtungen der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL). Mit ihrer Gründung war ausdrücklich der Anspruch verbunden, interdisziplinäre Arbeitszusammenhänge und eine anwendungsorientierte Grundlagenforschung auf verschiedenen Gebieten der Raumwissenschaft zu etablieren, die sich durch wissenschaftliche Qualität und Praxisorientierung auszeichnet.

?Die Bedeutung der Kategorie Raum für die Beschreibung und Erklärung gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse wird durch eine wachsende Forschungstätigkeit auf diesem Gebiet dokumentiert?, so der Wissenschaftsrat in seiner Evaluierung der raumwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen vor zwei Jahren. Damit bestätigte er die gesamtstaatliche Bedeutung und Notwendigkeit der drei Institute und empfahl darüber hinaus ihre Weiterförderung.

Der Fokus der wissenschaftlichen Forschung zielte in den vergangenen zehn Jahren auf räumliche Voraussetzungen und Folgen ökonomischer, ökologischer und sozialer Transformationsprozesse in Deutschland und Europa. Künftige Forschungsprojekte werden sich verstärkt der Globalisierung und Europäisierung, der wachsenden Beanspruchung natürlicher Lebensgrundlagen und den zunehmenden Disparitäten durch Schrumpfungs- und Wachstumsprozessen zwischen Stadt und Region widmen.

Die Institute bilden in Ostdeutschland einen wichtigen wissenschaftlichen Standortfaktor von überregionaler Bedeutung. Sie arbeiten nachfrageorientiert und interdisziplinär. Beschäftigt werden insgesamt etwa 220 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.