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22.03.2021

"Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude" – Online-Tagung schließt wichtige Wissenslücken

Zum ersten Mal haben Forschende verschiedener Einrichtungen, darunter auch des IÖR, den Bestand an Nichtwohngebäuden in Deutschland systematisch untersucht. Das Ergebnis ist die "Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude". Sie steht im Mittelpunkt der abschließenden Projekt-Tagung am 28. und 29. April. Die Tagung findet ausschließlich digital statt. Interessierte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft sind eingeladen, die Ergebnisse mit dem Projektteam zu diskutieren. Anmeldeschluss ist der 18. April.


Blick von oben auf Gebäude

Nichtwohngebäude - dieser Sektor war bisher nicht systematisch erforscht. (Foto: St. Schwarz/IÖR-Media)

Während der Bestand an Wohngebäuden in Deutschland schon gut erforscht ist und viele Daten zur Verfügung stehen, klaffen bei den Nichtwohngebäuden große Wissenslücken. Bürogebäude oder Parkhaus, Schule oder Hotel, Lagerhalle oder Industriebetrieb – wie viele Nichtwohngebäude gibt es in Deutschland? Wie sind sie beschaffen? Welche Fläche machen sie aus und wie steht es um ihre Modernisierung und energetische Sanierung? Antworten auf diese und weitere Fragen zum Nichtwohngebäudebestand in Deutschland liefert künftig eine Datenbank. Die Projektpartner, das Institut Wohnen und Umwelt (IWU), das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und die Bergische Universität Wuppertal (BUW) haben sie gemeinsam entwickelt.

Bei der Abschlusstagung des Forschungsvorhabens "Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude (EnOB:dataNWG)" am 28. und 29. April stellen die Projektpartner die "Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude" erstmals vor. Interessierte aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft sind zu der Veranstaltung – in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dem Projektträger Jülich (PtJ) – herzlich eingeladen.

Die "Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude" macht die Ergebnisse einer deutschlandweiten repräsentativen Erhebung zugänglich. Die Daten erlauben verlässliche Rückschlüsse auf die Gesamtheit aller Nichtwohngebäude in Deutschland. Am ersten Veranstaltungstag stehen diese neuen Daten und Fakten zum deutschen Nichtwohngebäudebestand im Mittelpunkt, ebenso wie die Relevanz der Ergebnisse für die Gebäudeforschung und die Praxis. Eine Podiumsdiskussion zur Zukunft von Nichtwohngebäuden in Deutschland beschließt den Tag.

Der zweite Tag dient der vertiefenden Diskussion ausgewählter Aspekte. Dazu sind drei Sessions zu den Projektbausteinen geplant. In Session 1 stehen die verwendeten Geodaten und ihre Analyse im Mittelpunkt. Außerdem gibt das Projektteam einen Ausblick auf den Ausbau eines Monitorings des deutschlandweiten Gebäudebestandes. Session 2 geht näher auf das im Projekt vorgenommene Screening der Nichtwohngebäude ein und macht deutlich, welches Potenzial die erhobenen Daten für die Immobilienwirtschaft bergen. In Session 3 wird es um die im Projekt vorgenommene Breiten- und Tiefenberhebung der Daten gehen. Hier wird ebenso diskutiert, welche Schlussfolgerungen sich aus dem Projekt für künftige Erhebungen des Gebäudebestandes ableiten lassen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung erforderlich. Informationen zum virtuellen Zugang erhalten die angemeldeten Teilnehmenden wenige Tage vor Veranstaltungsbeginn.

Weitere Informationen und Anmeldung bis 18. April

Kontakt im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung
Dr.-Ing. Gotthard Meinel und Steffen Schwarz,
E-Mail: NWG-TAGUNG2020[im]mail.ioer.de


Hintergrund

Das Projekt "Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude. Repräsentative Primärdatenerhebung zur statistisch validen Erfassung und Auswertung der Struktur und der energetischen Qualität des Nichtwohngebäudebestands in Deutschland (EnOB:dataNWG)" wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Schwerpunkt Energieoptimiertes Bauen (EnOB) gefördert. An dem Projekt sind neben dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR – zuständig für Geodatenanalyse) folgende Partner beteiligt: Institut Wohnen und Umwelt (IWU – zuständig für Projektleitung, Stichprobenkonzept und Tiefenerhebung) und Fachgebiet Ökonomie des Planens und Bauens der Bergischen Universität Wuppertal (BUW-ÖPB – zuständig für Screening). Weitere Unterauftragnehmer unterstützen das Projektteam, darunter die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und das Institut für Markt- und Sozialforschung (IFAK).