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17.03.2021

Forschung zu Hitze und Dürre in der Stadt – DLGS 2021 gestartet

Anfang März ist der neue Jahrgang der Dresden Leibniz Graduate School (DLGS) gestartet. Die Teilnehmenden der internationalen Graduiertenschule forschen drei Jahre lang zu Herausforderungen raumbezogener Nachhaltigkeitstransformationen. Die DLGS 2021 richtet den Fokus auf "Hitze und Dürre im städtischen Kontext". Bewerbungen für den Jahrgang DLGS 2022 sind ab Juni möglich.


drei Personen stehen nebeneinander

Der neue DLGS-Jahrgang: Claire Gallacher, Raghid Shehayeb und Subhashree Nath (from left). (Foto: A. Pohl/IÖR-Media)

Mit der elften Kohorte startet der erste Jahrgang der DLGS, der sich bei seinen Forschungsarbeiten am neuen wissenschaftlichen Konzept der interdisziplinären Graduiertenschule orientiert. Das Konzept rückt räumliche Aspekte der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit in den Mittepunkt der Forschung. Die aktuelle Kohorte der DLGS widmet sich dabei vor allem der Frage, wie Städte besser mit Hitze und Dürren umgehen und widerstandfähiger gegenüber dieser Umweltrisiken werden können.

Die Teilnehmenden des DLGS-Jahrgangs 2021 im Überblick:

Claire Gallacher aus Schottland hat nach ihrem Bachelorabschluss der Geografie den Masterstudiengang Environmental Governance an der Universität Freiburg absolviert. In ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich mit der Modellierung der Artenverteilung und der GIS-Analyse von gefährdeten Baumarten in Zentralasien. Ziel war es, Vorranggebiete für Schutzmaßnahmen zu identifizieren. In ihrer Promotion wird Claire Gallacher ihr Interesse an GIS-Anwendungen für Nachhaltigkeitsplanung und Umwelt-Governance weiter vertiefen. Sie wird zum Thema "Hyperlocal mapping of urban heat islands, vulnerability and risk" forschen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Erhebung von Lufttemperaturdaten. Hier gibt es im Moment noch große Lücken. Außerdem wird sie untersuchen, wie sich die Ergebnisse neuartiger GIS-Analysen und partizipativer Governance erfolgreich mit praktischen Lösungen für einen transformativen Wandel verbinden lassen. Im IÖR wird Claire Gallacher durch den Direktor, Professor Marc Wolfram, betreut.

Subhashree Nath hat in Indien ein Bachelorstudium der Architektur und an der Bauhaus-Universität in Weimar den Masterstudiengang "Integrated Urban Development and Design" absolviert. In ihrer Masterarbeit prüfte sie den Einsatz einer neuartigen Methode, um die Lebensqualität in Slums, die ein Aufwertungsprogramm durchlaufen haben, besser bewerten zu können. In ihrer Dissertation bleibt Subhashree Nath dem Forschungsfokus auf der gemeinschaftsbasierten Entwicklung von Resilienz treu. Sie wird den Einsatz internetbasierter Instrumente zur Entscheidungsfindung bei Fragen der Hitzeanpassung und Stärkung der Resilienz prüfen. Ihr Untersuchungsgebiet sind dabei informelle Siedlungen in Indien. Subhashree Nath wird durch Prof. Marc Wolfram vom IÖR betreut.

Raghid Shehayeb schloss ein Studium als Bau- und Umweltingenieur an der Beirut Arab University im Libanon ab und absolvierte den Masterstudiengang "Integrated Water Resources Management" an der Technischen Hochschule Köln. In seiner Masterarbeit bewertete er die Wassersicherheit von Beirut unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte. Angesichts der wachsenden Herausforderungen durch Hitze und Dürren in Städten nimmt Raghid Shehayeb bei seiner Promotion die Entwicklung und Anwendung eines integrierten Bewertungsrahmens für eben diese Umweltrisiken in den Blick. Der Bewertungsrahmen soll helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn es darum geht, Städte widerstandfähiger gegen Hitze oder Dürre zu gestalten. Im IÖR wird Raghid Shehayeb durch Prof. Jochen Schanze, Leiter des Arbeitsstabes "Theoretische und methodische Grundlagen der ökologischen Raumentwicklung", und Dr. Regine Ortlepp, Leiterin des Forschungsbereiches "Umweltrisiken der Stadt und Regionalentwicklung", betreut.

Bewerbungen für den Jahrgang 2022 ab Juni möglich

Die Dresden Leibniz Graduate School (DLGS) ist eine gemeinsame interdisziplinäre Einrichtung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und der Technischen Universität Dresden. Sie fördert internationale Promovierende, die in einem Wettbewerbsverfahren ausgewählt und durch ein Vollstipendium oder einen Teilzeitvertrag am IÖR unterstützt werden. Aktuell wird der inhaltliche Schwerpunkt für den nächsten Jahrgang entwickelt. Er startet im März 2022. Bewerbungen für die DLGS 2022 sind ab Juni 2021 möglich.

Weitere Informationen auf der Internetseite der DLGS