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09.02.2021

Wissenschaftler des IÖR erhalten Best-Paper-Zertifikat

Die Herausgeber der im Springer-Verlag erscheinenden Zeitschrift "International Journal of Coal Science & Technology" haben drei Wissenschaftler des IÖR mit dem Zertifikat "Best Papers 2020" geehrt. Peter Wirth, Ralf-Uwe Syrbe und Wolfgang Wende erhalten die Auszeichnung für ihren Beitrag "Green infrastructure: a planning concept for the urban transformation of former coal-mining cities". Sie hatten den Artikel 2018 gemeinsam mit den chinesischen Kollegen Jiang Chang und Tinghao Hu von der Universität für Bergbau und Technologie in Xuzhou publiziert.


Zertifikat

Für die Verleihung des Zertifikates hat das internationale Herausgeberteam untersucht, wie häufig die von 2017 bis 2019 in der Zeitschrift erschienenen 126 Beiträge heruntergeladen und zitiert wurden. Der Beitrag der IÖR-Autoren lag dabei in der Spitzengruppe. "Wie das Beispiel zeigt, finden Fragen der Nachhaltigkeitstransformation von Städten auch in technisch-ingenieurwissenschaftlich orientierten Zeitschriften Interesse", sagt Peter Wirth. Voraussetzung dafür sei, dass die Themen interdisziplinär ausgerichtet sind und dass Lösungen für aktuelle Problemlagen angeboten werden.

Bei "grüner Infrastruktur" – dem Thema, dem sich der Aufsatz widmet – handelt es sich um ein Konzept, das darauf abzielt, ein Netzwerk wertvoller natürlicher und naturnaher Gebiete strategisch zu planen. Das Netzwerk wird dabei so gestaltet und entwickelt, dass es eine breite Palette ökologischer Leistungen erbringt und die biologische Vielfalt in ländlichen und städtischen Gebieten schützt. Mit Blick auf die Rekultivierung ehemaliger Bergbauflächen schlagen die IÖR-Forscher in ihrem Aufsatz vor, das Konzept der grünen Infrastruktur mit spezifischen Konzepten der Umweltsanierung zu verbinden. Entsprechende Strategien haben sie anhand zweier Fallstudien aus Deutschland und China untersucht. Obwohl es erhebliche Unterschiede in den Entwicklungsstrategien dieser beiden Länder für die Zeit nach dem Bergbau gibt, werden die Vorteile des Konzepts der grünen Infrastruktur deutlich: Erstens ermöglicht es eine systematische und sehr objektive Bewertung der Bergbauauswirkungen auf das Ökosystem. Zweitens hilft das Konzept bei der Umsetzung von städtischen Nachhaltigkeitszielen. Drittens betont es lokale Besonderheiten von Landschaften. Und schließlich ist das Konzept der grünen Infrastruktur in hohem Maße mit Instrumenten der Stadt-, Regional- und Landschaftsplanung kompatibel.

Publikation im Open Access:

Wirth, Peter; Chang, Jiang; Syrbe, Ralf-Uwe; Wende, Wolfgang; Hu, Tinghao: Green infrastructure: a planning concept for the urban transformation of former coal-mining cities. In: International Journal of Coal Science & Technology 5 (2018) 1, S. 78-91.

Siehe auch die Meldung des IÖR vom 04.11.2015


Kontakt im IÖR

Dr. Peter Wirth, E-Mail: P.Wirth[im]ioer.de

Dr. Ralf-Uwe Syrbe, E-Mail: R.Syrbe[im]ioer.de

Dr. Wolfgang Wende, E-Mail: W.Wende[im]ioer.de