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30.09.2020

Denksalon 2020
"Kulturerbe als Baustein städtischer Lebensqualität" – digitale Abschluss-Konferenz im Projekt REVIVAL!

Wie kann kulturelles, insbesondere baukulturelles Erbe einen Beitrag zu städtischer Lebensqualität und nachhaltiger Stadtentwicklung leisten? Mit dieser Frage befasst sich in diesem Jahr die Reihe "DENKSALON Ökologischer und Revitalisierender Stadtumbau". Am 9. Oktober 2020 sind Interessierte aus Wissenschaft und Praxis wieder eingeladen, um über aktuelle Herausforderungen des Stadtumbaus zu diskutieren. Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen findet die Veranstaltung in diesem Jahr nur an einem Tag und in digitaler Form statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.


Zittau von oben

(Foto: Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft mbH)

Im Mittelpunkt des Denksalons 2020 stehen Erkenntnisse aus dem Interreg-Projekt REVIVAL! – Revitalisierung der historischen Städte in Niederschlesien und Sachsen. In dem Verbundvorhaben untersucht ein Team aus deutschen und polnischen Wissenschaftler*innen, wie sich das kulturelle Erbe in Städten entlang der deutsch-polnischen Grenze erhalten und für die Stärkung der Innenstädte nutzen lässt. Ziel ist es, die Entwicklungschancen von Klein- und Mittelstädten mit historischer Bausubstanz zu verbessern. Als Praxispartner gehören vier deutsche und sechs polnische Städte zum Verbund. Auf deutscher Seite sind das die Städte Bautzen, Görlitz, Reichenbach und Zittau, auf polnischer Seite die Städte Bolesławiec, Gryfów Śląski, Kamienna Góra, Lubawka, Lubomierz und Żary.

Was macht das Leben in Klein- und Mittelstädten im ländlichen Raum attraktiv? Welchen Beitrag kann das (bau)kulturelle Erbe dabei leisten? Lässt sich dieser Beitrag messen? Wie lässt sich das Kulturerbe für eine nachhaltige Entwicklung der gemeinsamen Städtelandschaft in Südwestpolen und Ostsachsen nutzen? Dies sind nur einige Fragen, denen das Projekt-Team seit Oktober 2018 nachgegangen ist. Die Partnerstädte haben verschiedene Pilotmaßnahmen zur Belebung ihrer Innenstädte umgesetzt und sie im Sommer 2020 bei den Aktionstagen „Lebendige Innenstadt“ der Bevölkerung und Gästen ihrer Stadt vorgestellt, unter deutlich erschwerten Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie.

Diese Aktivitäten und erste Forschungsergebnisse präsentiert das REVIVAL!-Projekt-Team beim Denksalon 2020. Sechs weitere Beiträge geben Einblicke in deutsche, polnische und europäische Forschungs- und Praxisprojekte zu der Thematik. Die Konferenz wird zweisprachig (Deutsch/Polnisch) stattfinden. Sie richtet sich an Wissenschaftler*innen sowie Akteure der Stadtplanung und -politik aus Deutschland und Polen und ebenso an Fachleute, die an der Schnittstelle von Klein- und Mittelstadtforschung, Kulturerbe und städtischer Lebensqualität interessiert sind.

Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen kann der Denksalon Ökologischer und Revitalisierender Stadtumbau in diesem Jahr nicht in gewohnter Weise an zwei Tagen in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec stattfinden. Das Programm wurde für einen Tag konzipiert, die Veranstaltung wird digital über die Plattform Zoom stattfinden. Eine Anmeldung ist auch kurzfristig möglich.

Informationen zum Projekt 

Programm und Anmeldung zur Veranstaltung 


Hintergrund

Die Reihe Denksalon Ökologischer und Revitalisierender Stadtumbau ist eine Veranstaltung des Interdisziplinären Zentrums für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) in Görlitz, einer gemeinsamen Einrichtung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden und der Technischen Universität Dresden mit ihrer Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtung Internationales Hochschulinstitut (IHI) Zittau. Anhand unterschiedlicher Jahresthemen erörtert der Denksalon Chancen und Möglichkeitsräume eines revitalisierenden und ökologischen Stadtumbaus aus Sicht unterschiedlicher Fachdisziplinen.

Der Denksalon 2020 wird im Rahmen des Projekts "REVIVAL! – Revitalisierung der historischen Städte in Niederschlesien und Sachsen" durchgeführt. Das Projekt wird im Rahmen des Kooperationsprogrammes INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 gefördert.

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