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17.09.2020

Reihe "Zurück oder Zukunft" diskutiert Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft

Am 23. September drehte sich im Deutschen Hygiene-Museum Dresden alles um die Frage "Wie wirkt Wissen (nicht) in der Zukunftsstadt?". Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Partner hatten zum vierten Mal zur Reihe "Zurück oder Zukunft? Wie wir in Dresden leben wollen" eingeladen. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Maja Göpel, Expertin für Nachhaltigkeitspolitik und Transformationsforschung.


Pfütze mit Spiegelung einer Person, der Kopf der gespiegelten Person ist mit einem Platikbecker verdeckt, der in der Pfütze liegt, die Schuhe der Person sind sichtbar,

(Foto: Jasmin Sessler/Pixabay)

Wieso fällt es so schwer, sich umwelt- und klimaschonend zu verhalten? Längst wissen wir, dass es nachhaltiger wäre, regionale Produkte zu kaufen, aufs Fahrrad statt ins Auto zu steigen und weniger Müll zu verursachen. Doch im Alltag handeln wir trotzdem oft wider dieses Wissen. Die Wissenschaft stellt diese Kenntnisse für die Gesellschaft bereit, immer neue kommen hinzu. Schwieriger scheint es zu sein, das umfangreiche Wissen im täglichen Leben auch anzuwenden, eigene Verhaltensweisen zu ändern und so aktuellen Krisen wie dem Klimawandel oder dem Artensterben zu begegnen.

Was muss sich ändern? Muss Wissenschaft eine neue Rolle einnehmen? Darf sie selbst Veränderungen initiieren und in das gesellschaftliche Leben eingreifen? Braucht es andere Formen der Wissensproduktion, eine gemeinsame, eine Ko-Produktion, an der Wissenschaft, Politik, Bürgerinnen und Bürger ebenso beteiligt sind wie Verwaltung und Unternehmen?

Diese Fragen standen am 23. September im Deutschen Hygiene-Museum Dresden im Mittelpunkt der Diskussion. In der Reihe "Zurück oder Zukunft? Wie wir in Dresden leben wollen" kamen Zukunftsdenker*innen aus anderen Städten mit Menschen ins Gespräch, die Dresden aktiv mitgestalten.

Am 23. September diskutierten:

  • Prof. Dr. Maja Göpel, Wirtschaftswissenschaftlerin und Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) Berlin

  • Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden

  • Norbert Rost, Regionalentwickler aus Dresden, und

  • Prof. Dr. Marc Wolfram, Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung Dresden

Die Reihe ist eine Kooperation des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, der Landeshauptstadt Dresden, der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen, des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung und weiterer Partner im Rahmen des Projektes "Zukunftsstadt Dresden 2030+", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

Mitschnitt der Veranstaltung auf dem Youtube-Kanal des Deutschen Hygiene-Museums

Weitere Informationen zum Projekt Zukunftsstadt Dresden 2030+

Kontakt im IÖR

Dr. Markus Egermann, E-Mail: M.Egermann[im]ioer.de
Dr. Franziska Ehnert, E-Mail: F.Ehnert[im]ioer.de