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24.07.2020

Grünes Licht für raumwissenschaftliches Leibniz-Forschungsnetzwerk

Führende Forschungseinrichtungen, darunter auch das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), werden ihre raumwissenschaftliche Kompetenz künftig im Leibniz-Forschungsnetzwerk "Räumliches Wissen für Gesellschaft und Umwelt" bündeln. Einem entsprechenden Antrag hat das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft zugestimmt.


schwarzer Leibniz-Schriftzug mit blauem Zusatz Leibniz-Gemeinschaft

Das Leibniz-Forschungsnetzwerk vereint die raumwissenschaftlichen Kompetenzen des IÖR und sechs weiterer Forschungseinrichtungen. Gemeinsam wollen sie soziale, ökologische und ökonomische Entwicklungen in ihren vielfältigen räumlichen Zusammenhängen analysieren und die Forschungsergebnisse für Gesellschaft und Politik verständlich aufbereiten.

Das Netzwerk dient als Plattform für den Austausch unter den Partnerinstituten. Ein weiteres zentrales Anliegen ist der wissenschaftsbasierte Dialog mit Politik und Praxis zu aktuellen Fragen, bei welchen der Raum als Einflussgröße und gesellschaftliche Ressource eine wichtige Rolle spielt. Der Umgang mit ökologischen Problemlagen, soziale Ungleichheit oder der Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft sind einige der Themen, denen sich der Verbund widmen wird.

Als Leibniz-Forschungsnetzwerk erweitert er das bisherige "5R-Netzwerk", eine Kooperation zwischen Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL), den Leibniz-Instituten für Länderkunde (IfL), ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Raumbezogene Sozialforschung (IRS) sowie dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS). Neu hinzu kommt die raumwissenschaftliche Expertise des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF).

Um Erkenntnisse raumbezogener Forschung an Schlüsselpersonen in Medien, Politik und Verwaltung zu vermitteln, sind gemeinsame Positionspapiere, Politikdialoge zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen sowie ein Actor-in-Residence-Programm vorgesehen. Regelmäßige Treffen und Workshops, öffentliche Veranstaltungen, Angebote zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die gemeinsame Herausgabe wissenschaftlicher Publikationen stehen ebenfalls auf der Agenda.

Aktueller Sprecher des Netzwerks ist Rainer Danielzyk, Generalsekretär der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft und Professor für Landesplanung und Raumforschung an der Leibniz Universität Hannover.

Hintergrund

Leibniz-Forschungsnetzwerke widmen sich einem besonderen Schwerpunktthema oder einer Schlüsseltechnologie. Ziel ist es, die fachlichen und methodisch-technischen Kompetenzen der beteiligten Leibniz-Institute zu bündeln, auszutauschen, weiterzuentwickeln und nach außen hin sichtbar zu machen. Leibniz-Forschungsnetzwerke werden auf Vorschlag aus der Leibniz-Gemeinschaft vom Leibniz-Präsidium eingerichtet. Derzeit existieren sechs Leibniz-Forschungsnetzwerke.

Kontakt im IÖR

Prof. Dr. Marc Wolfram, Telefon: (0351) 46 79-211, E-Mail: M.Wolfram[im]ioer.de