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31.08.2020

Sachsens Wissenschaftsminister informiert sich über Forschung des IÖR

Am 28. August war der Sächsische Staatsminister für Wissenschaft, Sebastian Gemkow, zu Gast im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR). Professor Marc Wolfram, der Direktor, und das Team des IÖR gaben Einblicke in die Zukunftsthemen, die das Institut bearbeitet, und stellten dem Minister aktuelle Forschungsvorhaben vor.


Männer im Anzug im Gehen ins Gespräch vertieft.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (Mitte) im Gespräch mit Prof. Marc Wolfram, Direktor des IÖR. (Foto: K. Uhlich)

Mit seiner Forschung zur Transformation von Städten und Regionen unterstützt das IÖR gezielt den gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit. Dass dabei räumliche Aspekte eine zentrale Rolle spielen, machte Prof. Marc Wolfram in seinem einleitenden Vortrag deutlich: "Für unsere raumbezogene und maßstabsübergreifende Nachhaltigkeitsforschung sind zwei Dinge besonders wichtig: zum einen Interdisziplinarität und zum anderen Transdisziplinarität." Beides wird im IÖR groß geschrieben. "Zum einen verknüpfen wir bei unserer Arbeit die gesamte Bandbreite an Disziplinen aus den Sozial-, Natur- und Ingenieurwissenschaften. Zum anderen forschen wir gemeinsam mit der Gesellschaft, also mit Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft", erläuterte Marc Wolfram die Arbeitsweise des IÖR.

Bei einem Rundgang durch das Haus gewann Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow einen Einblick in verschiedene Arbeitsgebiete des IÖR. So zum Beispiel in die Forschung rund um den regionalen Strukturwandel in den Projekten Transformation Lausitz und ENTRANCES - Energy Transitions from Coal and Carbon. Beide Projekte werden im Interdisziplinären Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) bearbeitet, welches das IÖR gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden am Standort Görlitz betreibt. Auch zu den aktuellen Experimenten mit nachhaltigen Lebensweisen, die mit Unterstützung des IÖR in Sachsens Landeshauptstadt Dresden vorangetrieben werden, konnte sich der Minister bei der Vorstellung des Forschungsvorhabens Zukunftsstadt 2030+ informieren.

Außerdem stand die Forschung rund um das Monitoring von Flächennutzung und Landschaftsqualität im Mittelpunkt des Interesses. Das IÖR präsentierte Minister Gemkow den Monitor der Siedlungs- und Freiraumentwicklung, der kürzlich durch den Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) als Forschungsdatenzentrum akkreditiert worden war. Auch im Bereich Biodiversität und Erdsystemforschung ist das IÖR mit seiner Expertise an zwei Konsortien zum Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) beteiligt. Darüber hinaus wurde dem Wissenschaftsminister mit dem Center for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence - ScaDS.AI ein weiteres kooperatives Großprojekt im Bereich der Big Data-Analyse und künstlichen Intelligenz vorgestellt. Hier arbeitet das IÖR eng mit den Universitäten in Dresden und Leipzig zusammen.

Einen dritten Schwerpunkt, zu dem sich Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow informierte, war die Forschung des IÖR zu Fragen von Klimaschutz und Klimaanpassung in Städten und Quartieren. Forschende des IÖR präsentierten hierzu unterschiedliche Ansätze. Das Projekt HeatResilientCity etwa untersucht, wie sich dicht bebaute Stadtquartiere so anpassen lassen, dass Lebensqualität auch bei weiter zunehmenden und lang anhaltenden Hitzeperioden gewährleistet bleibt. Das Projekt TRAFIS - Transformation hin zu klimaresilienten und ressourcenschonenden Infrastrukturen ist hingegen der Frage nachgegangen, welche Potenziale sich aus der Kopplung technischer Infrastrukturen (Energie, Wasser, Telekommunikation) für Ressourceneinsparungen und den Klimaschutz ergeben.

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Bild links: Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (links) mit Heike Bernhardt, Verwaltungsleiterin des IÖR, Prof. Dr. Marc Wolfram, Direktor des IÖR, Dr. Andreas Otto, stellv. Direktor des IÖR, und Axel Bergmann, zuständiger Referatsleiter im SMWK. Bild rechts: Dr. Janneke Westermann (Mitte), wissenschaftliche Koordinatorin im Projekt HeatResilientCity, informiert zum Umgang mit Sommerhitze in dicht bebauten Stadtquartieren. (Fotos: K. Uhlich/IÖR-Media)