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22.07.2020

Trotz Corona: Klimaschutz bleibt wichtiges Anliegen

Die Corona-Pandemie hat die Sorgen um den Klimawandel nicht verdrängt. Das zeigt eine aktuelle Befragung von 6.314 Haushalten in Deutschland. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) hat die Befragung gemeinsam mit dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Universität Potsdam erstellt.


(Quelle: RWI)

Die Umfrage zeigt, dass der Klimawandel aus Sicht der Bevölkerung ein zentrales Thema bleibt, obwohl die Ausbreitung des Corona-Virus und die Folgen nun bereits seit Monaten die politische und mediale Debatte bestimmen. Mehr als 90 Prozent der befragten Haushalte gaben an, dass die Bedeutung des Klimawandels für sie nicht abgenommen oder sogar zugenommen hat.

Die Haushalte wurden auch dazu befragt, welche Rolle der Klimaschutz bei den Maßnahmen spielen sollte, die zur Stützung der Wirtschaft in der Corona-Krise auf den Weg gebracht werden. Knapp zwei Drittel sprechen sich dafür aus, dass die Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft auch dem Klimaschutz dienen sollten. 69 Prozent der Befragten befürworten eine Senkung der Strompreise durch die Verringerung der staatlichen Abgaben. Eine antriebsunabhängige Kaufprämie für Autos unterstützen hingegen nur neun Prozent der befragten Haushalte.

Die Befragung hatte das Marktforschungsinstitut forsa im Auftrag von RWI, ZEW, IÖR und Universität Potsdam zwischen Mitte Mai und Mitte Juni durchgeführt. An ihr beteiligten sich 6.314 Haushalte des forsa-Haushaltspanels. Das Panel ist repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung. Die Befragung wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Die Ergebnisse sind im aktuellen "Impact Notes" des RWI nachzulesen