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13.03.2020

RAINMAN: Abschlusskonferenz präsentiert neue Instrumente und Methoden zur Starkregenvorsorge

"Risiko durch Starkregen – Wie können Kommunen in Europa vorsorgen?" Diese Frage steht im Mittelpunkt der Abschlusskonferenz im EU-Projekt RAINMAN. Am 6. Mai stellen die Projektpartner, zu denen auch das IÖR gehört, neue Instrumente und Methoden vor. Sie wurden im Projekt entwickelt und erprobt.


Bisher gehört Starkregen zu den unterschätzten Naturgefahren. Doch die Vergangenheit hat gezeigt: In Sachsen und anderen Regionen Europas führen Starkregenfälle immer wieder zu Überflutungen mit hohen Schäden. Welche Möglichkeiten es gibt, Vorsorge zu treffen, Risiken zu bewerten und Schäden zu minimieren? Diesen Fragen ist das Interreg-Central-Europe-Projekt RAINMAN in den vergangenen zwei Jahren nachgegangen. Die beteiligten Partner aus Deutschland, Österreich, Kroatien, Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn haben neue Instrumente und Methoden für einen besseren Umgang mit Starkregenereignissen entwickelt und in der Praxis erprobt.

Ab Mai 2020 werden die neuen Instrumente und Methoden als RAINMAN-Toolbox online zur Verfügung stehen. Verantwortliche in Kommunen und Behörden können sie dann nutzen. Bei der RAINMAN-Abschlusstagung am 6. Mai in Dresden stellen die Projektpartner ihre Ergebnisse und die neue RAINMAN-Toolbox - den Werkzeugkasten für ein besseres Starkregenrisikomanagement - offiziell vor.

Außerdem wollen die Projektpartner mit den Teilnehmenden der Tagung zum Thema "Umgang mit Starkregen" ins Gespräch kommen. Die Empfehlungen aus dem Projekt zum kommunalen Starkregenrisikomanagement in Sachsen und Mitteleuropa werden nicht nur durch Vertreter und Vertreterinnen der Sächsischen Staatsministerien für Regionalentwicklung bzw. für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft diskutiert. Auch Praktikerinnen und Praktiker aus Pilot-Kommunen und Pilot-Regionen Sachsens und anderer Länder Mitteleuropas werden zu Wort kommen.

Die Veranstaltung wird simultan Deutsch/Englisch übersetzt. Sie ist Teil der Europa-Woche 2020.

Die Anmeldung zu der Veranstaltung ist bis 10. April 2020 online möglich unter:
https://mitdenken.sachsen.de/rainman

Weitere Informationen zum Programm gibt der Einladungsflyer

Kontakt im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Projektkoordination): rainman.lfulg[im]smul.sachsen.de.


Hintergrund

Im Interreg-Central-Europe-Projekt RAINMAN (Integrated Heavy Rain Risk Management) haben Partner aus sechs Ländern gemeinsam neue Werkzeuge und Methoden zur Bewertung und Reduzierung von Risiken und Schäden durch Starkregen entwickelt und erprobt. Das Projekt mit einer Laufzeit von Juli 2017 bis Juni 2020 wird durch das Interreg CENTRAL EUROPE Programm der Europäischen Union gefördert. Zu den Partnern gehören neben dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Projektleitung); das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung; das Umweltbundesamt, Österreich; das Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Österreich; das Institut für Meteorologie und Wassermanagement – Nationales Forschungsinstitut, Polen; das Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft T. G. Masaryk, Tschechische Republik; die Region Südböhmen, Tschechische Republik; die Direktion für Wasserwesen Mittlere Theiß, Ungarn; und Croatian Waters, Kroatien.

Weitere Informationen auf der englischsprachigen Projekt-Website

Kontakt im IÖR
Dr.-Ing. Regine Ortlepp, E-Mail: R.Ortlepp[im]ioer.de
Dr. Axel Sauer, E-Mail: A.Sauer[im]ioer.de