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16.01.2020

Europastadt-Gespräch am 22. Januar in Zgorzelec: Zwei Mitten in einer Stadt? - Revitalisierungsmaßnahmen in Zgorzelec und Görlitz

Mit aktuellen Maßnahmen zur Revitalisierung in Zgorzelec und Görlitz und den Potenzialen und Herausforderungen, die sich damit für die zweiteilige Stadt ergeben, befasst sich das erste Europastadt-Gespräch des Jahres 2020 am 22. Januar. Das Interdisziplinäre Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) lädt Interessierte ab 17.30 Uhr in das Kulturhaus in Zgorzelec ein.


Blick von der Görlitzer Peterskirche nach Zgorzelec. (Foto: H. Hensel/IÖR-Media)

Gewöhnlich ist das Zentrum das vielfältigste und bedeutendste Gebiet einer Stadt: Es ist Ort für Begegnung, Handel, Arbeit, Dienstleistung und Kultur. Für die emotionale Verbundenheit der Einwohnerschaft spielen Zentren genauso eine wichtige Rolle, wie für das Image nach außen. In Metropolen können sich diese Funktionen auch auf mehrere Viertel aufteilen – in Mittelstädten bleibt das eher die Ausnahme.

Die Europastadt Görlitz/Zgorzelec ist in dieser Hinsicht ein außergewöhnlicher Ort, mit zwei Teilstädten, die mal mehr und mal weniger eine funktionale Einheit bilden. Die Frage nach dem Zentrum lässt sich nur schwer beantworten. Dies gilt bei genauerem Blick nicht nur für die Europastadt als Ganzes, sondern auch für Görlitz und Zgorzelec im Einzelnen.

Mit der gerade abgeschlossenen Umgestaltung des Postplatzes in Görlitz und den laufenden Revitalisierungsarbeiten in der Bohaterów Getta Straße in Zgorzelec setzen beide Kommunen richtungsweisende Akzente für die Gestaltung des öffentlichen Raumes.

Beim ersten Europastadt-Gespräch 2020 stellen zunächst beide Städte die Konzepte und Ziele ihrer gestalterischen Maßnahmen genauer vor. Für Zgorzelec tut dies Karolina Jakubowska, Leiterin der Abteilung Architektur der Stadt Zgorzelec. Die Maßnahmen am Postplatz in Görlitz erläutern Marek Popielarz, Friedemann Dreßler und Jens Kunstmann vom Amt für Stadtentwicklung Görlitz. Die anschließende Diskussion nimmt die Europastadt Görlitz/Zgorzelec als Ganzes in den Blick und geht den Fragen nach: Inwieweit entstehen durch Revitalisierungsmaßnahmen in Görlitz und Zgorzelec zwei städtische Mitten? Welches Potenzial ergibt sich aus zwei getrennten Orten mit Zentrumsfunktion? Welche städtebau-lichen „Brücken“ sind möglich und vielleicht auch nötig?

Die Veranstaltung wird simultan deutsch-polnisch übersetzt. Die Plätze sind begrenzt, um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: izs-goerlitz@ioer.de

Weitere Informationen im Programm-Flyer