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29.11.2019

Postdoktorandin des IÖR erzielt Erfolg im aktuellen Leibniz-Wettbewerb

Mit ihrem Projektantrag "Urban human-nature resonance for sustainability transformation (URBNANCE)" überzeugte Dr. Martina Artmann im Leibniz-Wettbewerb 2020. Sie erhält Fördermittel für ihre weitere Forschungsarbeit und den Aufbau einer Leibniz-Junior Research Group am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden.


Hände, die einen Baum umfassen

Foto: Ekrulila/pexels

Die Nachwuchsgruppe rund um Postdoktorandin Dr. Martina Artmann wird untersuchen, wie enge Verbindungen zwischen Mensch und Natur in der Stadt dazu beitragen können, eine Nachhaltigkeitstransformation zum Schutz der natürlichen Umwelt voranzubringen. "Wir gehen von der Annahme aus, dass Trends wie die Urbanisierung, Digitalisierung und Technologisierung den Menschen immer weiter von der Natur entfremden", erläutert Dr. Martina Artmann. "Wenn wir diesen Kreislauf durchbrechen und die Verbindung zwischen Mensch und Natur wieder stärken, dann kann dies auch positive Effekte für die Nachhaltigkeitstransformation haben."

Artmann geht es in ihren Untersuchungen um tiefe und lebendige Verbindungen zwischen Mensch und Natur in der Stadt, jene also, die mit Gefühlen und Wertvorstellungen zu tun haben. Tiefe Mensch-Natur-Verbindungen gelten als ein wichtiger Hebelpunkt bei der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit. "Wenn wir eine tiefe Verbindung zur Natur haben, macht es uns auch Spaß, die Natur zu schützen und zum Beispiel unseren Konsum zurückzuschrauben. Das ist eine Annahme dieses Konzeptes", so Artmann. Doch wie lassen sich unterschiedliche urbane Mensch-Natur-Verbindungen und ihre Tiefen beschreiben und messen? Welche Wirkung kann eine lebendige Beziehung zwischen Mensch und Natur wirklich für eine Nachhaltigkeitstransformation entfalten? Diesen Fragen wird Martina Artmann unterstützt durch drei Promovierende nachgehen. Im Fokus der interdisziplinären Nachwuchsgruppe stehen dabei die Theorien und Konzepte der Resonanz, Tiefenökologie und beziehungsorientierte Werte von Ökosystemleistungen. Unterstützt wird die Nachwuchsgruppe am IÖR durch nationale und internationale Partner: die Technische Universität Berlin, die Technische Universität Dresden, das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Potsdam sowie die University of Florida in den USA und die University of Nottingham in Großbritannien.

Das Projekt wird im Wettbewerbsverfahren der Leibniz-Gemeinschaft für insgesamt fünf Jahre gefördert. Das hat der Senat der Leibniz-Gemeinschaft bei seiner Sitzung am 26. November in Berlin entschieden. Die Finanzierung erfolgt dabei anteilig durch die Leibniz-Gemeinschaft und das IÖR, das 40 Prozent der Fördersumme beisteuert. "Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg im Leibniz-Wettbewerb. Einerseits, weil wir mit Martina Artmann eine engagierte und talentierte junge Wissenschaftlerin bei ihren weiteren Karriereschritten unterstützen können. Und zum anderen, weil mit diesem Vorhaben auch ein wichtiger Forschungsbeitrag des IÖR zu räumlichen Nachhaltigkeitstransformationen geleistet wird", sagt Prof. Dr. Marc Wolfram, Direktor des IÖR.

Mit den Leibniz-Junior Research Groups ermöglicht die Leibniz-Gemeinschaft Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, ihre eigene Nachwuchsforschungsgruppe an einem Leibniz-Institut aufzubauen. Das Programm richtet sich an Postdoktorandinnen und Postdoktoranden mit exzellentem wissenschaftlichem Werdegang, die eine Professur oder vergleichbare wissenschaftliche Tätigkeit anstreben. Als Leiterin oder Leiter einer Nachwuchsgruppe erhalten sie die Möglichkeit, eigene innovative Forschungsvorhaben zu realisieren und sich in ihrem jeweiligen Forschungsfeld weiter zu etablieren.

Kontakt im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR)
Dr. Martina Artmann, E-Mail: M.Artmann[im]ioer.de


Informationen zum Leibniz-Wettbewerb