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02.10.2019

30-jähriges Jubiläum der Rede von Hans-Dietrich Genscher vor den Botschaftsflüchtlingen: IÖR präsentiert sich in Prag

30 Jahre nach der historischen Rede des ehemaligen Außenministers der BRD waren das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und weitere Einrichtungen der Forschungsallianz DRESDEN-concept eingeladen, sich und ihre grenzüberschreitende Forschungsarbeit im Palais Lobkowitz , dem Sitz der deutschen Botschaft, in Prag vorzustellen. Das IÖR präsentierte sich gemeinsam mit tschechischen Partnern.


barocke Häuserfassade bunt beleuchtet

Das festlich illuminierte Palais Lobkowitz in Prag - Sitz der Deutschen Botschaft. (Foto: A. Otto/IÖR-Media)

In diesen Tagen ist er wieder in aller Munde: Der berühmteste Halbsatz der deutschen Geschichte. "Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise ..." Gehalten von Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher vor 30 Jahren vom Balkon des Palais Lobkowitz in Prag. Er sprach ihn vor tausenden Flüchtlingen aus der DDR, deren Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland damit möglich wurde. Einer der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zur politischen Wende in der DDR, für die deutsche Wiedervereinigung und nicht zuletzt für ein geeintes Europa.

Aus diesem Anlass präsentierte sich das IÖR nun gemeinsam mit zahlreichen anderen Einrichtungen aus Wissenschaft, Kunst und Kultur auf Einladung des Freistaates Sachsen zu einer feierlichen Veranstaltung in der Deutschen Botschaft in Prag. Im Mittelpunkt standen nicht nur die Leistungen der Beteiligten aus Deutschland, sondern vor allem die Zusammenarbeit der sächsischen Einrichtungen mit ihren tschechischen Partnern - in den vergangenen drei Jahrzehnten und ganz aktuell.

Das IÖR präsentierte sich demnach nicht allein, sondern gemeinsam mit Vertreterinnen der Universität Ústí nad Labem. Beide Einrichtungen verbindet eine langjährige und intensive Partnerschaft. Seit Institutsgründung ist die Kooperation mit unserem Nachbarland Tschechien - im Rahmen transnationaler und grenzüberschreitender Raumentwicklung - immer ein Schwerpunkt gewesen. Dabei ging es stets um gesellschaftlich relevante Fragen, darunter zum Umgang mit Naturrisiken wie Hochwasser und Starkregen, zum Natur- und Landschaftsschutz oder zu Ökosystemleistungen in Städten. Und auch in Zukunft wird das IÖR eng mit seinen tschechischen Partnern in Wissenschaft und Praxis zusammenarbeiten.

https://www.ioer.de/fileadmin/internet/Oeffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen/grafik/2019/Foto_IOER-in-Prag_A-Otto_194405782_s.jpg
Kolleginnen des BIDELIN-Projekts im Gespräch mit Vertretern des Interreg-Programms Sachsen-Tschechien (Foto: A. Otto/IÖR-Media)