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11.09.2019

Transformation in der Lausitz – Rolle des IÖR besprochen

Wie kann die Transformation in der Lausitz gelingen? Und wie kann das IÖR die Prozesse unterstützen? Bei einem Treffen von Forschenden des Institutes mit dem Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer standen diese Fragen im Mittelpunkt.


Personen sitzen an einem Tisch, im Gespräch

(Foto: Sächsische Staatskanzlei)

Der Leitbildprozess in der Lausitz ist in vollem Gange. Die Region sucht unter Leitung der Zukunftswerkstatt Lausitz im Zuge des geplanten Kohleausstiegs nach einer neuen Ausrichtung und Identität. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) unterstützt die Region bei dieser grundlegenden Neuorientierung. Es speist unter anderem wissenschaftliche Expertise und Erfahrungen aus anderen Regionen in den Leitbildprozess ein.

Wie dies am besten gelingen kann, war eines der Themen, die Forschende des IÖR Ende Juli bei einem Treffen mit dem Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer erörtert haben. Außerdem berieten das Projektteam und der Ministerpräsident, wie im Zuge des Leitbildprozesses gewonnene Ideen, Visionen und Initiativen erfolgreich in politisches Handeln auf Landes- und Bundesebene überführt werden können. Das IÖR begleitet den Strukturwandel in der Lausitz durch wissenschaftliche Forschung zum Thema. Die Arbeiten des IÖR sind dabei im Interdisziplinären Zentrum für ökologischen und revitalisieren Stadtumbau (IZS) in Görlitz angesiedelt, einer gemeinsamen Einrichtung des IÖR und des Internationalen Hochschulinstitutes (IHI) Zittau der Technischen Universität Dresden.

Beim Treffen mit Ministerpräsident Kretschmer ging der Blick in die nähere Zukunft. Am 28. und 29. Oktober wird das Projekt „Wissenschaftliche Unterstützung und Begleitung der Transformation in der Lausitz“ zu einer Konferenz und länderübergreifenden Vernetzungsveranstaltung einladen. Die Veranstaltung im Schlesischen Museum in Görlitz bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Brandenburg und Sachsen sowie regionalen Akteuren aus Politik und Verwaltung die Gelegenheit, sich zu vernetzen und sich zu Forschungsansätzen auszutauschen. Zudem wird mit internationalen Expertinnen und Experten diskutiert, wie die Entwicklung der Lausitz im Strukturwandel durch die Transformationsforschung unterstützt und begleitet werden kann. Michael Kretschmer hat seine Teilnahme an der Veranstaltung zugesagt.

Der Strukturwandel in der Lausitz war auch Thema in der „ZDF heute“-Sendung am 23. August. Für den Beitrag stand Projektleiter Prof. Dr. Robert Knippschild vor der Kamera des ZDF-Teams. Der Beitrag ist auf der Internetseite des Senders nachzusehen:

ZDF heute, 23.08.2019: Wahlkampfthema Energiewende

Screenshot vom Beitrag, Prof. Knippschild im Bild
Prof. Dr. Robert Knippschild im Interview mit dem ZDF. (Screenshot: ZDF heute vom 23.08.2019)


Hintergrund

Das Projekt "Wissenschaftliche Unterstützung und Begleitung der Transformation in der Lausitz" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) noch bis September 2021 gefördert. Die Projektarbeit ist angelegt in Kooperation mit der Zukunftswerkstatt Lausitz (ZWL) und dem Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam, wobei jeder der Kooperationspartner seine Projektarbeit in enger Abstimmung mit den Partnern eigenständig konzipiert, durchführt und verantwortet.

Kontakt im IÖR/IZS
Prof. Dr. Robert Knippschild, E-Mail: R.Knippschild[im]ioer.de
Dr. Sebastian Heer, E-Mail S.Heer[im]ioer.de
Dr. Antje Matern, E-Mail: A.Matern[im]ioer.de