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23.08.2019

Indische Botschafterin zu Gast im IZS in Görlitz

Die indische Botschafterin in Deutschland, Mukta D. Tomar, besuchte Mitte August das Interdisziplinäre Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) in Görlitz. Dort tauschte sie sich mit Wissenschaftlerinnen zu Forschungsprojekten in der Lausitz und in Indien aus.


Personengruppe vor einem historischen Gebäude

Botschafterin Mukta D. Tomar (re.) mit Wissenschaftlerinnen vor dem IZS in Görlitz. (Foto: J. Schwabe/IÖR-Media)

Bei dem fachlichen Austausch im IZS, einer gemeinsamen Forschungseinrichtung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden und des Internationalen Hochschulinstituts (IHI) Zittau der Technischen Universität Dresden zeigte sich die Diplomatin interessiert an Fragen der Stadt- und Regionalplanung. In ihrem Heimatland Indien wachsen Städte noch immer rasant und die Zersiedelung von Landschaften schreitet voran. Die planerische Auseinandersetzung mit Fragen der räumlichen sowie der Infrastrukturentwicklung hält die Botschafterin, die selbst Geografie studiert hat, deshalb für sehr wichtig.

Die Wissenschaftlerinnen Manisha Jain, Ritu George Kaliaden und Neelakshi Joshi stammen selbst aus Indien. Im IÖR und IZS sowie an der Dresden Leibniz Graduate School (DLGS) forschen und forschten sie zu Themen, die für ihr Heimatland relevant sind und suchen dabei unter anderem Antworten auf folgende Fragen: Wie kann die rasante Siedlungsentwicklung in Indien ressourcenschonend erfolgen? Wie können Städte im Himalaya mit Umweltrisiken, etwa durch Naturkatastrophen, besser umgehen? Wie kann die Versorgung mit wichtigen Infrastrukturen auch in ländlichen Regionen gelingen?

Auch zur Frage, wie sich wichtige Forschungsergebnisse an die Akteure vor Ort vermitteln lassen, diskutierte die indische Botschafterin mit dem Team von IZS und IÖR. Sie bestärkte die Wissenschaftlerinnen darin, neue Erkenntnisse auch über die wissenschaftlichen Netzwerke hinaus an politische Akteure und Nichtregierungsorganisationen zu vermitteln - auch wenn dies nicht immer leicht ist.

Sehr interessiert zeigte sich Mukta D. Tomar auch an Görlitz selbst, der Region und der Forschung des IZS vor Ort. Antje Matern vom IZS stellte das Forschungsprofil des IÖR und des Zentrums sowie ausgewählte Projekte vor, etwa die wissenschaftliche Begleitung des Strukturwandels in der Lausitz oder das Projekt "Stadt auf Probe - Wohnen und Arbeiten in Görlitz". Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Schlüsselakteuren in diesen Projekten fanden die besondere Anerkennung der Botschafterin.


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Die indische Botschafterin Mukta D. Tomar (2.v.li.) im Gespräch mit den Wissenschaftlerinnen Neelakshi Joshi, Manisha Jain und Ritu George Kaliaden. Begleitet wurde die Diplomatin von ihrem Mitarbeiter Stephan Beutner (li.). (Foto: Julian Schwabe/IÖR-Media)