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07.06.2019

Wissenschaftlicher Zuwachs durch Stipendien – Zwei Gastforscherinnen neu im IÖR

Seit Frühjahr forschen im IÖR zwei Wissenschaftlerinnen aus Lettland und Indien. Möglich machen dies verschiedene Stipendien-Programme. Das IÖR ist seit Jahren erfolgreicher Gastgeber für Geförderte der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.


zwei junge Frauen von grünen Pflanzen umgeben

Jaya Updahyay und Aiga Spāģe verstärken als Gastwissenschaftlerinnen das IÖR. (Foto: H. Hensel/IÖR-Media)

Seit Februar 2019 forscht Aiga Spāģe aus Lettland im IÖR. Sie ist Stipendiatin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und erhält die Förderung durch das DBU-Programm für Mittel- und Osteuropa (MOE). Ihr Interesse gilt Ökosystemleistungen von grüner Infrastruktur. Sie untersucht, wie dieses Konzept auch in ihrem Heimatland Anwendung finden könnte. Aiga Spāģe hat Landschaftsarchitektur und Planung an der lettischen Universität für Biowissenschaften und Technologien (LLU) studiert und mit einem Master abgeschlossen. Während des Studiums arbeitete sie an verschiedenen kooperativen Landschaftsprojekten zu innovativen Umweltdesigns. Über das Austauschprogramm Erasmus konnte sich die Wissenschaftlerin an der Agraruniversität in Estland (EMÜ) stärker auf die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen spezialisieren und der Frage widmen, wie dies die Lebensqualität von Menschen verbessern kann. Bis Anfang August forscht sie nun im IÖR zu Methoden und Ansätze, mit denen sich der Wert von Ökosystemleistungen ermitteln lässt, die von städtischen Grünflächen bereitgestellt werden (Methods/approaches for assessing ecosystem services provided by urban green spaces). Ihre Ergebnisse möchte sie in einem Forschungsbericht veröffentlichen und so auch Interessierten aus der Praxis zur Verfügung stellen. Die Arbeit im IÖR nutzt Aiga Spāģe auch dazu, ihre weitere wissenschaftliche Karriere zu planen. Nach ihrem Gastaufenthalt im IÖR möchte sie gern an ihrer Heimatuniversität oder an der Agraruniversität in Estland zu einem ökologischen Thema promovieren.

Als Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung ist seit April 2019 Jaya Updahyay aus Indien zu Gast im IÖR. Dank des Internationalen Klimaschutzstipendiums der Stiftung kann sie sich im IÖR ein Jahr lang mit einem umweltrelevanten Thema ihrer Wahl beschäftigen. In den Blick nimmt sie das Management hochgelegener Feuchtgebiete und mögliche Anpassungsstrategien, um die Gebiete vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Sie erforscht dies am Beispiel des Bundesstaates Arunachal Pradesh im nordöstlichen Teil Indiens, der über 1.600 solcher hoch gelegenen und durch den Klimawandel gefährdeten Feuchtgebiete zählt.

Jaya Updahyay aus Indien ist bereits die vierte Stipendiatin, die unterstützt durch das Internationale Klimaschutzstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung im IÖR forscht. Frühere Teilnehmende des Programmes kamen von den Philippinen, aus Argentinien, Bangladesch und Jamaika. Darüber hinaus war eine Wissenschaftlerin aus China gefördert durch das Bundeskanzler-Stipendium der Humboldt-Stiftung ein Jahr lang zu Gast im IÖR. Inzwischen arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut und unterstützt als "Brückenbauerin" zwischen ihrem Heimatland und Deutschland ein deutsch-chinesisches Forschungsprojekt. 

Weitere Informationen zum Stipendienprogramm der DBU  

Weitere Informationen zum Internationalen Klimaschutzstipendium der Humboldt-Stiftung

Weitere Informationen zum Bundeskanzler-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung