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29.11.2018

Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden soll weiter gefördert werden

Die Förderung des IÖR in Dresden durch Bund und Länder soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Das hat der Senat der Leibniz-Gemeinschaft im November 2018 beschlossen. Die Entscheidung erfolgte auf der Grundlage einer Evaluierung des Instituts durch die Leibniz-Gemeinschaft. Die erneute Überprüfung der Fördervoraussetzungen kann nach dem Regelturnus von sieben Jahren erfolgen, so die Empfehlung des Leibniz-Senats an Bund und Länder.


schwarze Handschrift "Leibniz", darunter der Schriftzug "Leibniz-Gemeinschaft" in blauer Schrift

In seiner Stellungnahme würdigt der Senat der Leibniz-Gemeinschaft, dass das Institut in den vergangenen Jahren wichtige Prozesse zur weiteren Profilierung angestoßen habe. Das IÖR befasst sich in einer interdisziplinären Perspektive mit Grundlagen einer ökologisch ausgerichteten Raumwissenschaft. Das Institut erforscht die Wirkungszusammenhänge zwischen natürlicher Umwelt und Gesellschaft und leitet daraus Steuerungsoptionen für eine umweltgerechte Stadt- und Regionalentwicklung ab.

Positiv bewertete der Senat der Leibniz-Gemeinschaft in seiner Stellungnahme, dass das IÖR seit der vergangenen Evaluierung im Jahr 2011 seine Forschungsleistungen weiter gesteigert und diese auch erfolgreich international sichtbar gemacht hat. Hervorgehoben werden außerdem wegweisende Arbeiten bei der Erhebung und Erschließung von Forschungsdaten als einer wichtigen Grundlage sowohl für die Wissenschaft als auch die Praxis der Raumentwicklung. Der Transfer der Arbeitsergebnisse in die Praxis gelinge sehr gut. Die Beratungsleistungen des IÖR für Politik und Verwaltungen würden stark nachgefragt. Der wissenschaftliche Nachwuchs werde im IÖR sehr gut betreut. Besonders gewürdigt wurde die erfolgreiche Arbeit der Dresden Leibniz Graduate School (DLGS), einem international ausgerichteten, strukturierten Programm des IÖR und der Technischen Universität Dresden zur Förderung von Promotionen. Auch der erfolgreiche Ausbau der Förderung von Postdocs wurde hervorgehoben.

"Wir sehen den Bewertungsbericht als Anerkennung unserer erfolgreichen Arbeit in den vergangenen Jahren an. Zugleich ist er eine Bestätigung für die Bedeutung der Forschung zu Fragen der ökologischen Stadt- und Regionalentwicklung am Wissenschaftsstandort Dresden", sagt Professor Bernhard Müller, Direktor des IÖR. "Der Bericht bildet eine hervorragende Grundlage für den weiteren Ausbau unserer Forschung. Zum Beispiel haben wir den Anteil an Drittmitteln von der Europäischen Union und der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Jahr 2018 weiter steigern können. Dabei sind wir einerseits in Sachsen und in anderen Teilen Deutschlands unterwegs. Andererseits forschen wir weltweit und haben ständig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt bei uns zu Gast. Dies trägt auch zur internationalen Anerkennung dessen bei, was in Dresden im Bereich der ökologischen Stadt- und Regionalentwicklung geschieht", so Bernhard Müller.

Die Senatsstellungnahme ist im Wortlaut auf der Internetseite der Leibniz-Gemeinschaft nachzulesen.

Pressemitteilung der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft

Hintergrund
Jede Leibniz-Einrichtung wird regelmäßig extern evaluiert, spätestens alle sieben Jahre. International ausgewiesene Sachverständige, die durch schriftliche Unterlagen und bei einem Evaluierungsbesuch informiert werden, bewerten die Leistungen und Strukturen jeder Einrichtung. Die Ergebnisse der Begutachtung werden in einem Bewertungsbericht festgehalten, zu dem das evaluierte Institut Stellung nehmen kann. Auf dieser Grundlage verabschiedet der Senat der Leibniz-Gemeinschaft eine wissenschaftspolitische Stellungnahme, die in der Regel Empfehlungen zur weiteren Förderung der Leibniz-Einrichtung enthält. Diese Senatsstellungnahme dient der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) zur Überprüfung der Fördervoraussetzungen. Alle an der Bewertung und Beurteilung beteiligten Gremien sind ausschließlich mit Personen besetzt, die nicht an Leibniz-Einrichtungen tätig sind.
Weitere Informationen auf der Internetseite der Leibniz-Gemeinschaft