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19.11.2018

Die (Un-)Sichtbarkeit von Krisen - Leibniz-Forschungsverbund "Krisen einer globalisierten Welt" lädt zur Jahreskonferenz

"Making Crisis Visible/Invisible" ist der Titel der Jahreskonferenz des Leibniz-Forschungsverbundes "Krisen einer globalisierten Welt". Sie findet am 12. und 13. Dezember in Berlin statt. Wissenschaftler des IÖR gehören zu den Organisatoren von Panel IV "Environmental Crisis in the Eye of Different Beholders: From Seeing and Understanding".


blauer Schrift (Konferenztitel), durchgestrichen, auf pinkem Grund

(Quelle: Nikolas Brückman, Yuriy Matveev/INK Institut für Neue Kommunikation)

Der Titel der Konferenz mag zunächst überraschen. Krisen gelten als Momente der besonderen Herausforderung, in denen ein unmittelbares Krisenmanagement erforderlich ist. Krisen werden als unausweichlich und zwingend wahrgenommen, weshalb sich die Frage ihrer Sichtbarkeit nicht zu stellen scheint. Die eigentlichen Mechanismen, durch die Krisen sichtbar oder unsichtbar gemacht werden, sind daher eher selten Gegenstand der Untersuchung. Dennoch zeigt der genauere Blick auf spezifische Krisen, dass unterschiedliche Akteure ganz unterschiedliche Aspekte einer Krise hervorheben oder verdecken. Dies hat nicht zuletzt Konsequenzen für die Strategien der Krisenbewältigung.

Die Konferenz findet in den Räumen der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft, Chausseestraße 111 in Berlin statt. Sie richtet sich nicht nur an die Mitglieder und Mitgliedsinstitute des Verbunds, sondern auch an alle Interessierten aus Wissenschaft und Praxis. Hauptbestandteil der Konferenz sind fünf - von den einzelnen Arbeitsgruppen organisierte - Panels, in denen die Arbeit des Forschungsverbundes präsentiert und diskutiert wird.

Panel VI "Environmental Crisis in the Eye of Different Beholders: From Seeing and Understanding" wird dabei von der Arbeitsgruppe "Umweltkrisen" organisiert, der mit Professor Jochen Schanze und Dr. Gérad Hutter auch Wissenschaftler des IÖR angehören. Begleitet wird das Programm der Jahreskonferenz durch das Kunstprojekt „Visible Crisis“, einer Kooperation zwischen der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), dem Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) und der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main (HfG). Im Projekt setzen Kunststudierende wissenschaftliche Erkenntnisse der Forschenden künstlerisch um und machen sie einem breiten Publikum zugänglich.

Weitere Informationen auf der Internetseite des Forschungsverbundes

Veranstaltungsort: Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft, Berlin
Datum: 12./13. Dezember 2018
Anmeldungen (erbeten bis 22. November) an: siurkus[at]hsfk.de.
Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.