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25.10.2018

Vortrag: "Informal Food Production in the Gardens of Global North" - Dresdner Planerforum am 14.11. mit Jan Vávra

Die Erforschung der Gartenarbeit steht im Mittelpunkt des Vortrags "Informal Food Production in the Gardens of Global North: Between Hobby, Financial Savings and Environmentalism". Jan Vávra von der Universität Südböhmen in České Budějovice stellt in der Reihe "Dresdner Planerforum" am 14. November, 17 Uhr im IÖR am Weberplatz Untersuchungen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen vor und präsentiert seine eigene Forschung zum Thema. Veranstaltungssprache ist Englisch. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.


Schild mit der Aufschrift "Junges Stadtgemüse" inmitten von Gartengrün

Stadtgarten in München. (Foto: M. Artmann)

In vielen Regionen des Globalen Nordens bauen etwa die Hälfte der Bürger in ihren Gärten Lebensmittel an. Selbst in Städten ist der Anteil an Gärtnern signifikant, wenn auch geringer als in ländlichen Gebieten. Verschiedene wissenschaftliche Disziplinen haben die Gartenarbeit zu ihrem Forschungsgegenstand gemacht und verschiedene Aspekte der Tätigkeit untersucht.

Am 14. November rückt der tschechische Wissenschaftler Jan Vávra diese vielfältige Forschung zur Gartenarbeit in den Mittelpunkt seines Vortrages. Den Fokus legt er dabei auch auf seine eigene Forschung zum Thema. Vávra hat insbesondere Gartenarbeit in den EU-Regionen und vor allem in der Tschechischen Republik untersucht. Die Forschung basiert auf großen soziologischen Datensätzen der vergangenen Jahre. Aspekte seiner Untersuchungen sind die Verteilung der Gartenarbeit, soziodemografische Profile der Gärtner, ihre Motive und die Menge der produzierten Lebensmittel.

Außerdem wird Vávra diskutieren, welches Potenzial die Gartenarbeit für die ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit birgt. Besonderes Augenmerk legt er auf die Gartenarbeit in städtischen Gebieten, etwa in Haus-, Schreber- und Gemeinschaftsgärten.

Jan Vávra ist Wissenschaftler am Institut für Regionalmanagement/Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Südböhmen in České Budějovice. Seinen PhD-Abschluss in Kulturwissenschaften erlangte er an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag. Seine Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der Umweltsoziologie mit Schwerpunkt auf verschiedenen Aspekten der Mensch-Umwelt-Beziehung. Zu den aktuellen Forschungsthemen von Jan Vávra gehören die informelle Lebensmittelproduktion, die soziale Wahrnehmung der Bodenverschlechterung und die Bioökonomie. Ebenso erforschte er die Energienutzung in Haushalten, den CO2-Fußabdruck und andere soziale Aspekte des Klimawandels. Jan Vávra nimmt derzeit am EU-Horizon2020-Projekt POWER4BIO und am COST Action European Network for Environmental Citizenship teil und ist Mitglied des Regional Centre for Expertise Czechia, das sich auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung konzentriert und von der Universität der Vereinten Nationen betreut wird.

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