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07.06.2018

Ökologische Raumentwicklung von Coswig bis Korea – das IÖR bei der Langen Nacht der Wissenschaften 2018

Am 15. Juni geht die Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften in die 16. Runde. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) ist wieder mit dabei. Mit Vorträgen, Mitmach-Aktionen für große und kleine Gäste sowie einer Exkursion in die Umgebung des Institutes bietet das IÖR von 18 bis 0 Uhr Einblicke in seine vielfältige Forschung zur nachhaltigen Entwicklung von Städten und Regionen.


Was blüht denn da und ist es essbar? – Eine Exkursion zeigt, was mitten in der Stadt am Wegesrand gedeiht. Beim Formen von Samenbällen erfahren Interessierte, welche essbaren Pflanzen im Garten oder Balkonkasten sprießen können. (Foto: H. Hensel/IÖR-Media)

Kann die Anhebung von Häu­sern ein alternativer Weg beim Hochwasserschutz im Coswiger Ortsteil Brockwitz sein? Wie funktioniert "Gebäudeforschung in 3D" mit Karten und Geodaten? Und wie lässt sich berechnen, welchen Weg Wassermassen nehmen, wenn Starkregenfälle in Stadt und Land niedergehen? Dies sind nur einige der Frage, denen das IÖR in verschiedenen Forschungsprojekten nachgeht. Am 15. Juni sind die Projekte in Vorträgen und interaktiv erlebbar.

Vorträge und Exkursion zur Vielfalt der IÖR-Forschung

Über und unter Tage, von Coswig bis Korea – die Forschungsgebiete des IÖR sind vielfältig. Fünf Vorträge geben einen Einblick. Zu Gast ist Olaf Lier, der Fachbereichsleiter Ordnungswesen der Stadt Coswig. Im Gepäck hat er ein Modell vom Ortsteil Brockwitz. Dort erforscht das IÖR gemeinsam mit Partnern neue Wege für den Hochwasserschutz. Raumplanung unter der Erdoberfläche? Ja, die gibt es! Ein Vortrag zeigt die Vielfalt der Nutzungen und welche Konflikte dabei entstehen. Ein "Blick hinter die Kulissen der Wissenschaft" verrät, welche Spezialistinnen und Spezialisten im IÖR aktiv sind, um optimale Bedingungen fürs Forschen zu schaffen. Mit Überflutungen durch Starkregen abseits großer Flüsse beschäftigt sich ein weiterer Vortrag. Und was kann Korea von der innerdeutschen Grenze lernen? Kann diese Landschaft, dieses "Grüne Band" Vorbild sein für den Umgang mit einer ganz ähnlichen Grenze im fernen Osten? Auch auf diese Frage sucht das IÖR Antworten.

"Raus ins Grüne" und trotzdem nicht weit weg vom Institut am Weberplatz führt eine Exkursion. Sie zeigt: Schon in unmittelbarer Nähe des IÖR bietet die kleinste Pflasterritze interessanten Pflanzenarten Lebensraum. Fachleute der Botanik und Ökologie erklären, welche Leistungen diese Pflanzen für die Menschen in der Stadt erbringen.

Programm für die ganze Familie

Außerdem freut sich das Team des IÖR auch auf kleine Gäste: Spielerisch können sie entdecken, warum der Boden ein Schatz ist und wie Tiere und Pflanzen ein Netzwerk biologischer Vielfalt bilden. Auch die beliebten Samenbälle können wieder geformt werden – gemeinsam mit dem Team vom Forschungsprojekt "Essbare Städte". Die internationalen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Dresden Leibniz Graduate School (DLGS) laden dazu ein, im Bilder-Memory den Unterschied zwischen einer Graduiertenschule und einer "normalen" Schule zu erkunden.

Und auch der Klassiker darf nicht fehlen: der Monitor der Siedlungs- und Freiraumentwicklung (IÖR-Monitor). Anhand seiner interaktiven Karten lässt sich erkunden, ob sich die Flächennutzung in Deutschland zum Guten oder Schlechten entwickelt.

Programm des IÖR zur Dresdner Langen Nacht der Wissenschaften

Die Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften im Internet:
www.wissenschaftsnacht-dresden.de/