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10.04.2018

"Diesel-Debatte" aus ökonomischer Sicht: Handlungsempfehlungen veröffentlicht

Fahrverbote für Diesel? Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor? Kostenloser ÖPNV? - Im Zuge der aktuellen verkehrspolitischen Debatten werden viele Ideen diskutiert. Aus ökonomischer Sicht sind nicht alle Vorschläge sinnvoll. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des IÖR Dresden, des ZEW Mannheim und der HTWK Leipzig.


Auspuff eines Pkw

Wie lässt sich die Luftbelastung durch Autoabgase reduzieren? (Foto: IÖR)

In einem Policy Brief zum Thema nehmen Martin Achtnicht vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Martin Kesternich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und Bodo Sturm von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) die aktuelle "Diesel-Debatte" in den Blick und geben Handlungsempfehlungen aus ökonomischer Sicht.

Die Diesel-Technologie und die mit ihrer Nutzung verbundenen Belastungen durch lokale und globale Schadstoffemissionen stehen seit längerem im Fokus der umweltpolitischen Diskussion. Mittlerweile sind sogar Fahrverbote für Diesel-Pkw nicht mehr ausgeschlossen. Allerdings sind in der Diesel-Debatte ökonomische Argumente bislang leider nur selten zu hören. Grundsätzlich geht es auch in der Diesel-Debatte darum, wie in Zukunft Wünsche nach Mobilität, Gesundheit und intakter Umwelt bestmöglich erfüllt und miteinander in Einklang gebracht werden können. Die Kernforderung der Ökonomen hierbei ist, dass die Politik negative externe Effekte adressiert und die entsprechenden Aktivitäten - technologieoffen - mit einem Preis versieht. Damit ist aus ökonomischer Perspektive sichergestellt, dass gesellschaftliche Ziele zu geringstmöglichen Kosten für Verbraucher und Industrie erreicht werden. Der Policy Brief betrachtet unterschiedliche negative externe Effekte aus der Nutzung von Verbrennungsmotoren und schlägt für eine Langfriststrategie ökonomische Instrumente vor, um eine Reduktion dieser Effekte zu erreichen.

Der Policy Brief ist auf der Internetseite des ZEW verfügbar.

Kontakt im IÖR:
Dr. Martin Achtnicht