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26.10.2017

Call for Papers "Planung im Wandel - von Rollenverständnissen und Selbstbildern"

Für ein Schwerpunktheft zum Thema "Planung im Wandel - von Rollenverständnissen und Selbstbildern" sucht die Zeitschrift "Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning" passende Beiträge. Manuskripte können bis 15. April 2018 eingereicht werden. Der Call for Papers lautet wie folgt: (Auszug/English PDF-version below)


Titelblatt "Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning"; blaue und rote Schift auf blauem Hintergrund mit grauer Karte von Europa

Titelblatt der Zeitschrift. (Quelle: Springer Spektrum)

Was unter "Planung" oder "planen" zu verstehen ist, ist ein ständiger und widersprüchlicher Prozess von Wandel und Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen. Komplexe Trends wie Migration, Klimawandel, politische Krisen und ökonomische Rezessionen überlagern sich heute in bisher nicht bekannter Weise. Gleichzeitig sollen Städte nicht nur räumliche Orte der Transformation sein, sondern sie sollen auf prozessualer (Planungs-)Ebene diese Herausforderungen in gute Lebensbedingungen für alle Bürgerinnen und Bürger wandeln. Die Anforderungen an die Art und Weise, wie diese Planungsprozesse aussehen und welche Ziele damit in der räumlichen Entwicklung verfolgt werden, geht damit über etablierte Planungsverständnisse hinaus.

Räumliche Planung ist in der Praxis so wandelbar wie vielfältig - doch was sind angesichts der heutigen schnellen Wandlungsprozesse Rollenverständnisse und Selbstbilder für raumbezogenes Handeln? Das Schwerpunktheft der Zeitschrift "Raumforschung und Raumordnung | Spatial Reserach and Planning" will Einblicke bündeln, wie sich Planung in organisationskulturellen Prägungen und individuellen Selbstbildern heute erlebt, positioniert und darstellt - und vor allem, was das für zukünftige Rollen und Positionen in der Planung bedeuten kann.

[...]

Ziel des Schwerpunkthefts ist es, aktuelle Ansätze, Positionen und Reflexionen über Planung als raum- und handlungsbezogene Disziplin zur Diskussion zu stellen, den Forschungsstand aufzubereiten und durch sowohl theorie- wie empirie-basierte Beiträge Bausteine einer zukünftigen Planung herauszuarbeiten. Rollenverständnisse und Selbstbilder dienen damit als gemeinsamer Bezugsrahmen, den es zu reflektieren und in potenzielle Zukünfte weiterzudenken gilt. Dazu gehören insbesondere:

  • Aktuelle Prozesse und Treiber des Wandels, beispielsweise empirische Studien zur heutigen Planungspraxis, vergleichende Untersuchungen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen, Konsequenzen globaler Trends und gesellschaftlicher Entwicklungen für Planungshandeln, Auswirkungen der Digitalisierung auf Planende, Planungshandeln in konfliktreichen Großprojekten, Veränderungen von Rahmenbedingungen und Entscheidungsmöglichkeiten
  • Reflexionen planerischer Rollenverständnisse und Selbstbilder, beispielsweise neue Themen, Widersprüche und Konflikte in Planungswissenschaft und -praxis, Vergleiche zwischen der Selbst- und Fremdperspektive auf Planende, veränderte Formen der Zusammenarbeit und Rollenverteilung zwischen Wissenschaft und Praxis, kritische Auseinandersetzungen mit vorherrschenden Rollenverständnissen, Wandel von Selbstbildern im Zeitverlauf
  • Theoretische Weiterentwicklungen und Ausblicke in die Zukunft, beispielsweise geeignete Forschungsmethoden, neue Konzeptionen von Rollenverständnissen, zusätzliche theoretische Perspektiven, Verknüpfungen zu anderen Disziplinen und Denkweisen, theoriebasierte Ausblicke in mögliche Zukünfte

Gesucht werden Beiträge, die einerseits aus wissenschaftlicher Perspektive über theoretisch abgeleitete Rollenbilder und über organisationskulturelle Eigenheiten der Planung nachdenken. Andererseits helfen belastbare empirische Kenntnisse handlungsorientierter Praktiken der Planenden selbst und deren Verständnis räumlicher Planung, die städtische Entwicklung vor dem Hintergrund globaler Vernetzung, beschleunigter Entwicklungstrends und großen Transformationsprozessen planvoll zu begleiten.

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Wichtige Informationen

Dieser Call for Paper für ein Schwerpunktheft in der Zeitschrift "Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning" lädt interessierte Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler und Praktikerinnen/Praktiker ein, einen Beitrag zu den vorgenannten Schwerpunkten einzureichen. Die Beiträge durchlaufen das übliche Reviewverfahren, der geplante Erscheinungstermin des Themenheftes ist Anfang 2019.

Einreichen der Manuskripte bis 15. April 2018 online über die Webseite der Zeitschrift

Ausführlicher Call for Papers (deutsch "Planung im Wandel - von Rollenverständnissen und Selbstbildern"

Detailed Call for Papers (english) "Planning and transition - on role interpretations and self-conceptions"