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27.06.2017

Ausweichen, widerstehen, anpassen - Strategien der baulichen Hochwasservorsorge vorgestellt

Am 26. Juni machte mit der "Elbschwimmstaffel" die bislang größte Freiwasser-Schwimmstaffel Station in Riesa. Mit der Aktion rückten im "Wissenschaftsjahr 2016/17 - Meere und Ozeane" auch Flüsse und Bäche als wichtige Natur- und Lebensräume in den Blick. Für Menschen birgt das Leben am Fluss auch Gefahren. Wie sich Gebäude vor Hochwasserschäden schützen lassen, erläuterte das IÖR vor Ort in Riesa.


Logo mit oben schwarzer Schrift auf weißem Grund "Eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung", unten auf blauem Grund Schriftzug "Meere und Ozeane"

Logo Wissenschaftsjahr. (Quelle: BMBF)

Foto: Am Ufer der Elbe steht eine Gruppe Menschen und wird von anderen Menschen fotografiert.

Die Schwimmer/innen der dritten Etappe (ab Meißen) werden in Riesa in Empfang genommen. Am Rande der "Elbschwimmstaffel" präsentierte das IÖR Lösungen für hochwasserangepasstes Bauen. (Foto: H. Hensel/IÖR)

Ob eindringendes Regenwasser beim eigenen Häuschen oder der Flutschutz für das nahe gelegene Schloss Promnitz – das Thema Hochwasservorsorge bewegt die Menschen in Riesa. Das war am Informationsstand des IÖR am 26. Juni 2017 in Riesa deutlich zu spüren.

Am Rande der Aktion "Elbschwimmstaffel" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) stellte Dr. Sebastian Golz vom IÖR Möglichkeiten des hochwasserangepassten Bauens vor.

Ausweichen, widerstehen, anpassen - das sind die drei Grundprinzipien der Bauvorsorge in hochwassergefährdeten Gebieten. Was sich dahinter verbirgt, erläuterte Golz den Interessierten am Ufer der Elbe. Im Gepäck hatte er dabei auch Beispiele für Baumaterial, das im Falle einer Überflutung weniger stark in Mitleidenschaft gezogen wird als üblicherweise verwendete Baustoffe. Im Überflutungsfall müssen alle Wege, die das Wasser in ein Gebäude nehmen kann, gesichert sein. Dazu zählt auch die Kanalisation. Hier kann eine sogenannte Rückstauklappe das Eindringen von Wasser verhindern. Wie sie funktioniert, konnte Sebastian Golz ebenfalls an einem mitgebrachten Exponat demonstrieren.

Zum Thema hochwasserangepasstes Bauen informiert das IÖR auch in einem Expertenbeitrag auf der Internetseite zum Wissenschaftsjahr 2016/17 – Meere und Ozeane.

Darüber hinaus berichtete die Sächsische Zeitung in Riesa am 29.06.2017 über die Forschung des IÖR zum Thema Bauvorsorge.

Hintergrund "Elbschwimmstaffel"

Die Elbschwimmstaffel ist eine Aktion im "Wissenschaftsjahr 2016/17 - Meere und Ozeane". Rund 200 Schwimmerinnen und Schwimmer, Sportbegeisterte ebenso wie professionelle Freiwasser-Schwimmer legen zwischen Bad Schandau und Geesthacht insgesamt 575 Kilometer in der Elbe zurück. Wissenschaftliche Einrichtungen geben entlang der Strecke Einblick in die Erforschung von Fließgewässern und angrenzende Fachgebiete. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).
Weitere Informationen zur Elbschwimmstaffel